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Zwei VW-Caddys sind beim ­"Zweiten" mit umweltfreundlichem LPG unterwegs


Selbst bis zum Mainzer Lerchenberg hat es sich mittlerweile herumgesprochen, dass Autogas nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont. Die Fuhrparkverantwortlichen des ZDF testen derzeit, ob Autogas dazu beitragen kann, die Betriebskosten des anstaltseigenen Fuhrparks zu begrenzen. Angeschafft wurden zwei VW-Caddys mit dem für den Umbau auf ­Autogas besonders geeigneten 1,6-Liter-Saugmotor. Ein solides Triebwerk, das so auch im Golf BiFuel Verwendung findet.

 

 

Ein ZDF-Caddy beim Tanken in Mainz: dank Autogas bleiben den Zuschauern erhebliche Umweltemissio­nen erspart.

Im täglichen Einsatz bei der Poststelle müssen die Caddys nun nicht nur ihre Alltagstauglichkeit, sondern auch das Sparpotenzial unter Beweis stellen. Die Mitarbeiter sind angewiesen, möglichst immer im Gasmodus zu fahren und die entsprechenden Verbrauchszahlen im Fahrtenbuch festzuhalten. Dabei können die ZDF-Fuhrparkmanager schon jetzt eine positive Bilanz ziehen. Seit der Zulassung und der Umrüstung im April haben die beiden Nutzfahrzeuge jeweils eine Strecke von 5000 Kilometern für die Anstalt im Großraum Mainz problemlos absolviert und dabei knapp 100 Kilogramm CO2 pro Fahrzeug der Umwelt und natürlich den Zuschauern des ZDF erspart. So kann der Lerchenberg noch grüner werden.

 

Verantwortlich für die Gasumrüstung ist die Umrüstwerkstatt der Valentin Gas und Oel GmbH u. Co KG in Mainz. Sie betreut den LPG-Probelauf der "Mainzelmännchen" nicht nur aus technischer Sicht: An der firmeneigenen Gastankstelle des Flüssiggasversorgers können die ZDF-Mitarbeiter auch gleich tanken. Verbaut wurde übrigens eine Gasanlage des niederländischen Herstellers Prins.

Die Mitarbeiter der Poststelle, der die beiden Fahrzeuge zugeteilt sind, haben bisher keine Probleme mit dem zumindest für sie neuen Kraftstoff: "In der Praxis merkt man gar nicht, ob man mit Gas oder Benzin unterwegs ist." So soll es sein. Der Caddy verbraucht im Drittelmix 8,2 Liter Superbenzin nach Werksangaben, je nach Zeitdruck der eiligen ZDF-Kuriere liegt der Gasverbrauch zwischen 8,5 und 10 Litern LPG.

Die Voraussetzungen für einen auch größer angelegten LPG-Feldversuch sind im ZDF-Fuhrpark perfekt. 220 Fahrzeuge, verteilt auf die Studios im In- und Ausland mit einer jährlichen Kilometerleistung von durchschnittlich 30000 bis 40000 Kilometern garantieren eine schnelle Amortisation. Und für Fahrzeuge, die in den klassischen Autogasländern wie Italien, Niederlande, Belgien oder Polen unterwegs sind, ergeben sich zusätzliche Spareffekte aufgrund der in diesen Ländern noch wesentlich günstigeren Preise für den Kraftstoff.

 

Dass so gut wie alle Fahrzeuge geleast sind, war bei der Umrüstung auf Gas übrigens kein unüberwindbares Hindernis. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick ließ sich nicht nur die Gasanlage in die Leasing integrieren, sondern es wurden seitens der Leasing auch entsprechende Restwerte in den Finanzplan eingearbeitet. Ein ZDF-Mitarbeiter: "Ange­­sichts der derzeitigen Kassenlage müssen auch wir mit spitzem Bleistift rechnen."

Diese Rechnung könnte mit Autogas durchaus noch besser aufgehen. Die Mainzer verfügen auf dem Gelände der Anstalt über eine eigene Betriebstankstelle für Diesel und Benzin, da der Fuhrpark derzeit überwiegend aus Dieselfahrzeugen besteht. Hier ließe sich, wenn die LPG-Flotte ausgebaut wird, durchaus noch eine weitere Zapfsäule für Autogas angliedern, um das Einsparpotenzial noch besser zu nutzen.

 


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