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Zwei Jahre nach der Einführung von E10: Wenig Akzeptanz für die neue Kraftstoffsorte


Auch zwei Jahre nach Einführung von E10 überwiegen an den Zapfsäulen die Zweifel an der neuen Kraftstoffsorte. Das hat eine Befragung des Energiehändlers Präg, Kempten, unter 91 Betreibern seiner rund 100 Tankstellen ergeben, mit der Präg sich selbst ein Bild über die Kundenakzeptanz des Kraftstoffes machen wollte.

 

 

Die von Präg befragten Tankstellenbetreiber schätzen, dass lediglich 13 % der Kunden den neuen Kraftstoff E10 voll und ganz akzeptieren. Drei Viertel lehnen den Kraftstoff mit der erhöhten Bioethanol-Quote kategorisch ab. Dazu Klaus-Rüdiger Bischoff, Mitgeschäftsführer bei Präg: „Auch die Absatzentwicklung zeigt, dass die Verbraucher E10 mit gemischten Ge- fühlen tanken. Obwohl die Mehrzahl der Automodelle von den Herstellern für die Betankung von E10 freigegeben sind, bleiben die Verbraucher verunsichert.“

Doch die anhaltende Ablehnung beruhe nicht nur auf der Angst vieler Autofahrer vor eventuellen technischen Schäden selbst an freigegebenen Automodellen. Auch die gesellschaftliche Diskussion über die Konkurrenz von Energie- und Nahrungsmittelproduktion führt laut Präg zur Zurück- haltung gegenüber E10. „E10 konnte E5 nicht verdrängen. Wir erwarten nicht, dass E10 mittelfristig unter den jetzigen Rahmenbedingungen die gleiche Popularität und die gleichen Marktanteile wie das frühere Normalbenzin haben wird“, sagt Bischoff.

 


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