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Wirtschaftsminister Glos will Spritfresser als "umweltfreundlich" deklarieren


Bundeswirtschaftsminister Michael Glos will Autos mit hohem Spritverbrauch als „klimafreundlich“ deklarieren.

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wirft Bundeswirtschaftsminister Michael Glos vor, er wolle Autos mit hohem Spritverbrauch als "klimafreundlich" kennzeichnen. Der jetzt bekannt gewordene Entwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium zur Spritverbrauchskennzeichnung von Pkw desinformiere die Autokäufer und unterlaufe das angestrebte Ziel einer Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich.
Die Umweltorganisation kritisiert vor allem die geplante Klassifizierung entsprechend dem Fahrzeuggewicht. Die Einteilung in Effizienzklassen "A" bis "G" unter Berücksichtigung des Gewichts hätte zur Folge, dass z.B. ein 2,5 t schwerer Geländewagen mit einem CO2-Ausstoß von 197 Gramm ebenso zur besten Klasse "A’" gehören würde wie ein eine Tonne schweres Auto mit einer CO2-Emission von lediglich 94 Gramm pro Kilometer.
"Glos will Klimakiller-Autos grün tünchen", sagte der BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm: "Der Minister sollte sich den schönen Satz von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl zu Eigen machen: Entscheidend ist, was hinten raus kommt. Das allein muss auch darüber
entscheiden, ob ein Auto als mehr oder weniger klimaschädlich eingestuft wird. Jeder Versuch, Spritfresser gegenüber sparsamen Fahrzeugen zu bevorteilen muss zurückgewiesen werden".

 


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