Westfalen Gruppe vermeldet starkes Ergebniswachstum für 2017
Die Westfalen Gruppe blickt auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2017 zurück. Der Konzernumsatz konnte zum Vorjahr um 7,7 % auf 1,71 Mrd. Euro (1,59 Mrd.) gesteigert werden. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag im Berichtsjahr mit 36,2 Mio. Euro um 20,7 % höher als 2016 (30,0 Mio.). Auch die Investitionen stiegen im Geschäftsjahr 2017 von einem bereits hohen Vorjahresniveau noch einmal um 1,2 % auf 51,4 Mio. Euro (50,8 Mio.).
„Das gute Ergebnis war insbesondere von einem außergewöhnlich guten Kältemittelgeschäft im Bereich Gase Europa und einem erneuten Rekordergebnis im Tankstellengeschäft getragen“, erklärte Wolfgang Fritsch-Albert im Rahmen der Pressekonferenz am 17. Juli 2018. „Eine wesentliche Stütze des operativen Ergebnisses im Tankstellengeschäft bildete das starke Kraftstoffgeschäft", ergänzte Vertriebsvorstand Reiner Ropohl. Das Waschgeschäft sei hingegen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Weiter positiv entwickelte sich der Absatz von AdBlue und auch in den Segmenten Shop und Fast Food konnten die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Plus 24 %: Gase Europa
Getragen von einem außergewöhnlich guten Kältemittelgeschäft konnte der Bereich Gase Europa das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 24 % steigern. Durch die gesetzlich vorgesehene schrittweise Reduktion der in der EU in Verkehr gebrachten teilfluorierten Kohlenwasserstoffe („F-Gas-Verordnung“) befindet sich der Kältemittelmarkt zurzeit in einer Transformationsphase hin zu Produkten mit einer geringeren Umweltbelastung. Die Sicherstellung der Verfügbarkeit der nachgefragten Produkte stellte sich in der Berichtsperiode als äußerst herausfordernd dar. Die klassischen Produktbereiche Lebensmittel-, Industrie- und Sondergase hingegen verharrten auf dem Vorjahresniveau.
Margenverluste im Brenngasgeschäft –
Absatzwachstum im Grillgas-Segment
Im Berichtsjahr blieb das Ergebnis im Bereich Energieversorgung hinter den Erwartungen zurück. Ausschlaggebend hierfür waren die Margenverluste im Brenngasgeschäft, während die Absatzmengen gegenüber dem Vorjahr sogar leicht gesteigert werden konnten. Im weiter wachsenden Grillgas-Segment erwies sich die Grillmeister-Flasche mit einem Absatzwachstum von rund 300 % erneut als Verkaufsschlager.
Ausblick
„Vor dem Hintergrund der positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Kernmärkten rechnen wir damit, den Umsatz und das operative Ergebnis im Bereich Gase Europa 2018 weiter zu steigern“, erklärte Fritsch-Albert. Im Bereich Energieversorgung will die Gruppe das saisonunabhängige Geschäft weiter ausweiten. Dazu gehören der Ausbau des Zählerkundenanteils im Flüssiggasgeschäft und ein Wachstum im Strom- und Erdgasgeschäft. Zudem plant das Unternehmen 2018 die Erweiterung des Machwerker Netzwerkes, um im Sanitär- und Heizungsmarkt stärker zu wachsen. Im Tankstellenbereich dreht sich vieles um die Mobilität der Zukunft. Neben den Alternativkraftstoffen wie Autogas, Ladestrom und Wasserstoff setzt Westfalen auch weiterhin auf Diesel und die konventionellen Ottokraftstoffe; zielgerichtet ausweiten will Westfalen das Angebot von AdBlue.
