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Virtueller Gassensor-Array


Mit dem virtuellen multifunktionalen Gassensor-Array (VGSA) stellt Unitronic eine „künstliche Nase“ vor, die mit nur einem herkömmlichen Metalloxid-Sensor eine Vielzahl von organischen und anorganischen Verbindungen, Brenngase wie Propan und Butan, komplexe Gemische oder einfach "nur" Zigarettenrauch erkennt.

 

 

Herkömmliche Sensor-Arrays basieren auf einer größeren Zahl verschiedener Gassensoren, die alle auf ihre eigene Weise auf das angebotene Gas reagieren und einen Messwert liefern. Diese individuellen Messwerte liefern für jede Gasart einen charakteristischen Fingerabdruck, der dem Modul in einem Teach-In-Prozess beigebracht wird und später die Erkennung ermöglicht. Die Nachteile solcher Multi-Sensor-Arrays sind, dass alle Sensoren unterschiedlich auf Luftfeuchtigkeit reagieren, ein unterschiedliches Langzeit-Driftverhalten aufweisen und zudem teilweise einen Memory-Effekt gegenüber Gasen zeigen. Dadurch ist sehr häufig eine aufwendige erneute Nachkalibrierung des gesamten Arrays erforderlich.

All diese Einschränkungen fallen bei Unitronic’s virtuellem multifunktionalen Gassensor-Array  weg. Hier erfolgt die Unterscheidung und Auswertung der verschiedenen Gase mittels eines einzigen kostengünstigen Miniatur-Gassensors auf Basis eines oxidischen Halbleiters und eines speziellen,  auf innovativen Algorithmen und ausgeklügelter Elektronik basierenden hochempfindlichen Auswertungsverfahrens.

Die gewonnenen Sensorparameter enthalten komplexe gastypische, langzeitstabile Muster und stellen so eine Art Fingerabdruck für jedes Gas dar. Diese Technologie erzeugt mit Hilfe des einzelnen Halbleitersensors mehrere einzelne Sensorsignale und entspricht so quasi einem virtuellen Sensorarray. Die Gasart wird dabei anhand der Gas­induzierten Verzerrung periodischer Temperatursprünge ermittelt. Halbleitersensoren haben die Eigenschaft, bei verschiedenen Temperaturen unterschiedlich empfindlich auf Gase zu reagieren. Zu jedem Gas gibt es eine optimale Temperatur des Sensors, was von der künstlichen Nase durch eine intelligente Temperierung ausgenutzt wird.

Da die künstliche Nase nicht wie sonst allgemein üblich nur den ohmschen Widerstand eines Sensors, sondern die durch das Zielgas hervorgerufene elektronische Ladungsverschiebung  auswertet,  ist das errechnete Signal frei von Einflüssen aus Luftfeuchte, Drift des Absolutwertes und Memory-Effekten.

Mit dem VGSA lassen sich Brenngase wie zum Beispiel Methan, Propan oder Butan, organische Verbindungen wie Alkohol, Benzin, Propanol, Ethanol, Azeton, Toluol, Cyclohexan, Wasserstoff, Formaldehyd und Kohlenmonoxid, anorganische Verbindungen wie Ammoniak, Isofluran, Halothan, Schwefelwasserstoff, Trichlorethylen und Tetrachlor­Kohlenstoff, aber auch Zigarettenrauch etc. erfassen. Damit eignet sich das universelle Sensorsystem nicht nur für unterschiedlichste Anwendungen in der Lebensmittel-, Bio- und Pharmaindustrie, sondern auch für eine ebenso zuverlässige wie preiswerte Luft- oder Brand-Überwachung.

 


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