VDIK: Keine Belebung des Pkw-Marktes
284000 Pkw-Neuzulassungen im November 2007, laut vorliegender Information des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), bedeuten ein Minus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Gesamtmarkt weist somit von Januar bis November 2007 2.906.000 Pkw-Neuzulassungen und damit einen Rückgang von 8,2 Prozent auf. Mit diesen Zulassungszahlen steuert der Pkw-Markt in Deutschland weiterhin auf das niedrigste Zulassungsniveau seit der Wiedervereinigung zu.
Volker Lange, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK): "Ein Teil dieses Rückgangs war vorhersehbar und ist auf den Vorzieheffekt der Mehrwertsteuererhöhung zurückzuführen, allerdings trägt der Privatmarkt mit der Verunsicherung der Bürger zu diesem starken Rückgang erheblich bei."
Die VDIK-Mitgliedsunternehmen konnten allerdings ihren Marktanteil von rund 36 Prozent in 2007 halten und in den neuen Bundesländern sogar leicht von 50,6 auf 51,3 Prozent steigern. Allein der Anteil von Autogas-Fahrzeugen ist um fast das Doppelte auf fast 200.000 gestiegen, so Hochrechnungen von Experten.
Volker Lange äußerte sich ebenfalls zu den Aussichten in 2008: "Die Kaufzurückhaltung der Bürger hält weiter an. Die Bundesregierung sollte durch schnellstmögliche Entscheidung und Umsetzung der CO2-basierten Kfz-Steuer den ersten Schritt tun, die Verunsicherung der Bürger zu beenden. Darüber hinaus müssen endlich als zweiter Schritt staatliche Fördermaßnahmen und steuerliche Entlastungen zum Umstieg auf abgas- und verbrauchsärmere Fahrzeuge beschlossen und damit der Austausch alter gegen neue Fahrzeuge unterstützt werden. Nur dies kann die Bürger motivieren, in 2008 auf das vorhandene, breite Angebot moderner Fahrzeuge zurückzugreifen. Die Politik darf die Probleme nicht länger ‚aussitzen’, es muss jetzt gehandelt werden."
