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Treibhausgasminderung: Wichtiger Baustein LPG


In diesen Zeiten erreichen uns viele Nachrichten über sinkende Absatzzahlen und einschneidende Gewinneinbrüche. Umso mehr überrascht, wie sich die Treibhausgas- (kurz: THG-)Quote in den letzten Wochen entwickelt hat. Grund genug, die Hintergründe der THG-Quote zu behandeln und die Relevanz von LPG als wichtiger Komponente von Treib­hausgaseinsparungen aufzeigen.

 

Im Vergleich zu den Preisen für Öl und Biodiesel blieb der THG-Quotenpreis trotz Coronakrise relativ stabil. (Grafik: OLYX)

 

Die THG-Quote als politisches Steuerungselement

Schon 1974 wurde im Bundes-Immis­sionsschutzgesetz die wichtigste Grundlage für den Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen geschaffen (§ 1 Abs. 1 BImSchG). Das Steuerungssystem der THG-Quote ist festgelegt worden, um die ­Anforderungen der EU für erneuerbare Energien zu erfüllen. Seit 2015 müssen verpflichtete Unternehmen, die Benzin oder Dieselkraftstoff in den Verkehr bringen, Emissionen einsparen. Diese Treibhausgaseinsparung ist von 3,5 % im Jahr 2015 auf 6 % angestiegen (§ 37a Abs. 4   BImSchG).

 

Schnittstelle zwischen LPG Produzenten und der Mineralölwirtschaft

Die Möglichkeit, dass auch nicht verpflichtete Unternehmen Treibhausgase einsparen können, zeigt die Relevanz von alternativen Kraftstoffen wie LPG auf. So können Autogas-Firmen die Verpflichtung von anderen Unternehmen übernehmen, Treibhausgase einzusparen. Dann wird neben dem reinen LPG-Wert von staat­licher Seite auch seine Eigenschaft als CO2-armer Kraftstoff belohnt.

 

Der Preis der THG-Quote

Der Quotenwert wird üblicherweise anhand der Biodieselpreise berechnet. Jedoch spielen auch neue Gesetzgebungen oder Marktschwankungen eine Rolle. Seit Beginn der Corona-Epidemie haben sich bis Mitte Mai ­einige Werte im Transportsektor verändert.

Fallende Quotenpreise sind darauf zurückzuführen, dass der Absatzrückgang der Mineralölunternehmen eine geringere Quotenverpflichtung mit sich bringt. ­Außerdem ist die eigene Quotengenerierung angesichts sinkender Biodieselpreise günstiger geworden.

Zur Freude der Quoten-Verkäufer fiel der Einbruch in Deutschland geringer aus als andere aufgeführte Entwicklungen. Das nach wie vor hohe Preis­niveau der THG-Quote hat zwei Gründe: Zum ­einen konnten erstmalig keine Vorjahresquoten übertragen werden. Zum anderen hat sich die diesjährige Einsparungs­verpflichtung gegenüber 2019 von 4 % auf 6 % erhöht. Dies zeigt, dass die THG-­Quote von den Krisenentwicklungen betroffen ist, ­jedoch weiterhin ihre Bedeutung als Säule für Treibhausgasminderungen und die ­För­derung von CO2-armen Kraftstoffen behält.

 

Zukunftsaussichten

LPG ist weiterhin ein wichtiger Baustein für geringe Emissionen im Transport­sektor. Zudem wird das Inverkehr­bringen von Bio-LPG aufgrund seiner ­hohen Einsparung zunehmend interessant. So kann bei gleicher Menge Bio-LPG eine um etwa 60 – 90 % höhere Einsparung erreicht werden als mit fossilem LPG. Klar erkennbar ist, dass die Entwicklung von steigendem Interesse an HVO (Hydrierten Pflanzen­ölen) die Bio-LPG-Generierung begüns­tigt. Immer mehr Mineralölunternehmen blenden ihren Kraftstoff mit HVO, um ihre Quotenverpflichtung zu erfüllen und ­produzieren dabei Bio-LPG als Nebenprodukt.

 

Die Broker

Das niederländische Brokerage-Unternehmen für Biokraftstoffe OLYX ist ­bes­tens mit Biokraftstoffherstellern, Raffinerien und ­Mineralölunternehmen vernetzt und daher sehr aktiv im Quotenmarkt ­geworden. Es stellt den zentralen Marktplatz, auf dem wöchentlich Geschäfte ab­geschlossen werden.

Paula Mechels und Michel Zahradnik bilden das deutsche Team im Unternehmen. In den letzten zwei Jahren haben die beiden über eine halbe Million Tonnen CO2-Minderung erfolgreich vermittelt. Für Interessenten stellen sie gerne Markt­informationen und das wöchentliche Preis-­Assessment der THG-Quote bereit.

www.olyx.io

 


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