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Sicherheitsventil-­Anlüftgerät


Innenliegende Sicherheitsventile in Propangasbehältern sollen eine Druckbelastung geschlossener Druck­­behälter über den maximal zulässigen Betriebsdruck hinaus zuverlässig verhindern. Sie sind durch eine Feder vorgespannt und auf den Auslegungsdruck eingestellt.

 

 

Durch Materialermüdung einerseits, durch Ab- oder Anlagerungsprozesse und Umwelteinflüsse andrerseits sind Abweichungen von eingestellten Soll-Öffnungsdruck möglich. Daher ergibt sich die Notwendigkeit, Sicherheitsverntile im regelmäßigen Abstand auf ihren Öffnungsdruck hin zu überprüfen bzw. im Falle der Nichtprüfbarkeit durch ein neues Bauteil zu ersetzen.

Stand der Technik ist es, dass die die Verbindung zum Sicherheitsventil herstellende Andock-Vorrichtung manuell an das zu prüfende Sicherheitsventil angeschlossen wird. Eine meßtechnische Erfassung physikalischer Größen - d.h. des Öffnungszeitpunkts des zu prüfenden Ventils - ist aufgrund der offenen Bauart nicht möglich und auch nicht vorgesehen. Als Kriterium für die Bestimmung des Öffnungs­­zeitpunktes werden die Bildung von Blasen des aufgebrachten Schaummittels und das Auftreten von Auslass-Zischgeräuschen herangezogen. Auch ein gasdichter Einschluss im Falle eines nicht mehr dicht schließenden Sicher­­heitsventils ist nicht herstell­­bar. Aus diesem Grund dürfen Prüfungen mit diesem Gerät bei Vorliegen von brennbaren oder giftigen Gasen nur durchgeführt werden, wenn Zugriff auf weiteres technisches Gerät gegeben ist bzw.geschultes Personal sich in Rufbereitschaft befindet.

 

Ziel des neu entwickelten Anlüftgerätes ist es, durch meßtechnische Erfassung der physikalischen Größen Druck und Weg aufzeichnungsfähige und reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten. Dies wird erreicht durch die Herstellung einer druckfesten Dichtkammer in Verbindung mit einer zur Atmosphäre hin abgedichteten  Dichtkammer, welche blind  an den Kraftaufnehmer angeschlossen werden kann. Damit steht ein Anlüftgerät  zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Öffnungs- und Schließparameter objektiv erfaßt werden können. Darüber hinaus hat die Erfahrung gezeigt, dass bei Anlüftvorgängen durchaus gelegentlich mit Leckagen gerechnet werden muss. Leckagen, die aufgrund von konstruk­tiven Mängeln ein  Wie­der­schließen des Sicherheitsventils verhindern, sind dabei besonders kritisch. Das neue Anlüftgerät ermöglicht es, im Falle des "nicht mehr dicht Schließens" mittelfristig einen gesicherten Gas-Einschluss aufrechtzuerhalten.
www.std-leonberg.de

 


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