Werbung

Rheingas: Ein Jahrhundert voller Energie


Zum hundertjährigen Firmenjubiläum lud die Propan Rheingas GmbH & Co. KG am 12. Juni Gäste aus Poli­tik und Wirtschaft, Gesellschafter, Partner, den Führungskreis und Weggefährten ein. Ge­feiert wurde im Bauwerk Köln. Die Eventlocation mit Loftcharakter bot die perfekte Bühne für eine abwechslungsreiche, kurzweilige und äußerst informative Veranstaltung.

 

Mit seinem Loftcharakter bot das „Bauwerk Köln“ den adäquaten Rahmen für die kurzweilige, abwechslungsreiche Jubi­läumsfeier. Ca. 150 Gäste sind der Einladung von Rheingas gefolgt. (Bild: Rheingas)

Zusammen erfolgreich: Gruppenbild des Rheingas-Teams. (Bild: Rheingas)

20 Slides im 20-sekündlichen Wechsel: Geschäftsführer Uwe Thomsen stellte sich der sportlichen Herausforderung, 100 Jahre Firmengeschichte in einem Pecha-Kucha-Vortrag aufleben zu lassen. (Bild: Rheingas)

Impulsgeberin Anita von Hertel, Wirtschaftsmediatorin aus Hamburg,  erstellte mithilfe der KI „Perplexity" eine Prognose für Rheingas im Jahr 2225 und erläuterte, welche Voraussetzungen ein Unternehmen erfüllen muss, um lang­fristig erfolgreich zu bleiben. (Bild: Rheingas)

Auf dem Podium diskutierten Boris Jermer, Jobst-Dietrich Diercks (DVFG), Prof. Linke und Prof. Küchen u. a. über die Position des Mittelstands in der Energiewende. (Bild: Rheingas)

Die (Gas-)Grillstation im Innenhof als Ergänzung bzw. Alternative zum Buffet fand großen Anklang. (Bild: Rheingas)

 

 

In seiner Begrüßungsrede wies Uwe Thomsen, geschäftsführender Gesellschafter der Rheingas, darauf hin, wieviel sich in den letzten hundert Jahren verändert hat – und kam zu dem Schluss: „Wandel ist möglich, wenn man ihn gestaltet, Verantwortung ist möglich, wenn man sie gemeinsam trägt“. Verlässlichkeit und Partnerschaftlichkeit seien unverzichtbare Erfolgsfaktoren.

Dass der Nachmittag „sportlich“ verlaufen würde, wurde klar, als das Moderatorenteam Jessica Andermahr und Boris Jermer von Sprachkultur Köln das ambi­tionierte, eng getaktete Programm ankündigte – mit einem Pecha-Kucha-Vortrag, vier Grußworten, zwei Impulsvorträgen sowie einer Publikumsbeteiligung und Diskussion. Nach einer Pause waren kurze Workshops angesagt. Im 10-minütigen Wechsel konnten die Gäste in sogenannten Eventboxen Näheres zur Rheingas-Unternehmensstrategie erfahren, sich von Anita von Hertel über das Mikado-Me­diations-Modell informieren, Bałtykgaz näher kennenlernen und sich die spe­ziellen Eigenarten und Vorzüge von Flüssiggas erklären lassen.

Auch Uwe Thomsen hielt einen strengen Zeitplan ein. Er nahm die Herausforderung an, 100 Jahre Firmengeschichte in einem Pecha-Kucha-­Vortrag Revue passieren zu lassen: 20 Folien in knapp sieben Minuten – wobei er immer wieder Parallelen zum Rhein zog. Von der Gründung des Sauerstoffwerks Brühl durch Josef Kolvenbach im Jahr 1925 (Quelle), über die Ausweitung des Portfolios auf Propan durch dessen Sohn Gerhard Kolvenbach 1950, die Wirtschaftswunderzeit und Ölkrise (Stromschnellen, Klippen): „Der Strom hat uns weitergetragen“, so Thomsen. Als Nachfolger seines Vaters Jürgen Thomsen, den Schwiegersohn von ­Gerhard Kolvenbach, führt Uwe Thomsen das Fa­milienunternehmen seit 2011 in vierter Generation. Er nimmt vor allem die Fragen der Energiewende ins ­Visier und hat das Portfolio des Unternehmens dementsprechend schrittweise erweitert: um Strom, Erdgas, Wärmepumpen, KWK, Wasserstoff. Sein Ziel ist es, eine dezentrale Ener­gieversorgung ausschließlich durch regenerative Moleküle und Elektronen sicherzustellen. Damit der Grundstein für die nächsten 100 Jahre gelegt wird, steht Mitarbeiterausbildung bei Rheingas besonders im Fokus.

Norbert Streveld (Vorsitzender Senat der Wirtschaft Bonn) und Dr. Christoph Brüssel (Vorstandsvorsitzender Senat der Wirtschaft Deutschland) überreichten Jürgen Thomsen eine Auszeichnung für vorbildliche werteorientierte Unternehmensführung.

 

Grußworte

Der Brühler Bürgermeister Dieter Freytag bedankte sich im Namen der Bürgerschaft für das Engagement von Rheingas vor Ort – als verlässlicher Partner, Ausbilder und Förderer von Sportvereinen.

Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) und Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum, fand es bezeichnend, dass Rheingas bereits ein Jahr vor der Ruhrgas AG gegründet wurde – „und damit dem Erdgas wie immer voraus“ gewesen sei. Den Erfolg des Unternehmens führte er auf drei wesentliche Punkte zurück: Wandel, Gemeinschaft und Innovation. Als typischer Repräsentant besten deutschen Mittelstands mit vielen Jahrzehnten Erfahrung sei Rheingas in der Lage, die große Herausforderung der Energieversorgung für Gebiete ohne Netzanschluss zu bewältigen – mithife von grünen Gasen, die Linke als „Wegbereiter der bezahlbaren Energiezukunft“ bezeichnete.

Auf die besondere Bedeutung von Molekülen wies auch Prof. Dr  Christian Küchen, der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandds Fuel und Energie e. V. (en2x) und Honorarprofessor an der RWTH Aachen, hin: Nur durch sie sei energetische Transformation bezahlbar. Mindestens 50 % des heutigen Energiebedarfs müsse auch in Zukunft aus Molekülen gedeckt werden – aus Gründen von Versorgungssicherheit und Resilienz. Rheingas als Verbandsmitglied zeige unternehmerische Weitsicht und übernehme oft eine Vorreiterrolle.

Jan-Bernd Brüning, Vorstand Finanzen und Netze der rhenag Rheinische Energie AG, erklärte, warum er Rheingas als idealen Partner der Stadtwerke betrachte: Die Energie- und Wärmewende finde lokal statt, die kommunale Energieversorgung sei zunehmend dezentral, es gehe in die Fläche. Deshalb brauchten Kommunen starke Partner. Der Flüssiggasanbieter Rheingas sei der Joker, der Energie flexibel dahin bringt, wo kein Netz ist.

 

Keynote 1: Anita von Hertel

Die Hamburger Wirtschaftsmediatorin Anita von Hertel wagte mit KI einen Blick in das Jahr 2225. Demzufolge hat das Unternehmen das Zeug dazu, die Zukunft auch für künftige Generationen zu gestalten und auch in 200 Jahren noch erfolgreich zu sein. Als Gründe dafür nannte sie

  • Innovationskraft und Anpassungsqualität,
  • Nachhaltigkeit und Energiewende,
  • Kundenorientierung und Service,
  • Globa­ler Blick und Kooperation,
  • Transformation und Partnerschaften.

Verklärte Innova­tionspotenziale würden zu Konflikten führen, daher komme es darauf an, genau hinzuschauen (reaching the air bzw. – japanisch: Kuukiyomi). Um Innova­tion und Mensch in Einklang zu bringen, empfiehlt sie, einen fünfstufigen Weg der Konflikt­lösung anzuwenden – die ALPHA-Struktur:

A   Auftragsklärung
L   Liste der Themen besprechen
P   Position auf dahinterliegende Interessen untersuchen
H   Heureka (auf zur Lösung)
A   Abschlussvereinbarung

Voraussetzung für das Gelingen dieser Methode: Vertrauen und Verantwortung.

 

Keynote 2: Dr. Christoph Brüssel

Der zweite Keynote-Speaker, Dr. Chris­toph Brüssel, Vorstandsvorsitzender Stiftung Senats der Wirtschaft Deutschland, verwies auf sein Buch „Zukunft. Vertrauen. Gestalten. Miteinander  von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft“. Soziale Marktwirtschaft sei mehr als nur ein Wirtschaftssystem, so Brüssel, sie sei das Zukunftsmodell für eine moderne Welt. Bisher habe man „Nachhaltigkeit“ vermieden, was viel Vertrauen gekostet habe. Überregulierung ohne Akzeptanz bringe nichts, marktgerechte Innovation brauche Akzeptanz. Brüssel forderte eine Wiederbelebung des „rheinischen Kapitalismus“, auch „ethischer Kapitalismus“ genannt, wie Ludwig Erhard, Alfred Müller-Armack und der Priester Oswald von Hell-Breuning ihn vertreten hätten: Man müsse auch jönne könne. Wirtschaf,/Soziales/Umwelt seien als ein gemeinsamer Weg zu betrachten. In Zukunft müssten 10 Mrd. Menschen in Frieden und relativem Wohlstand koexistieren. Damit das gelingen könne, müsse man Verantwortung tragen und die Gesellschaft mitgestalten. Nicht als Selbstzweck, sondern als Selbstverständlichkeit – so, wie Uwe Thomsen es vormache.

 

Podiumsdiskussion

„If you can dream it you can do it.“ Dieses Zitat von Walt Disney stand als Motto über der Podiumsdiskussion mit Boris Jermer, Prof. Linke, Prof. Küchen und Jobst Dietrich Diercks, dem Vorstandsvorsitzende des Deutschen Verbands Flüssiggas e. V. (DVFG). Hervorgehoben wurde, welche Bedeutung der Mittelstand für die Energie­branche habe, da er pragmatischer und flexibler sei als Großkonzerne, perspektivisch agiere und häufig vorangehe. Flüssiggas- und Ölversorger sind fast ausschließlich mittelständische Unternehmen, während Erdgas aufgrund der enor­men Kosten für Bau und Unterhalt der Netze Konzernen vorbehalten ist. Voraussetzung für Investitionen sei belastbare Zuverlässigkeit vonseiten der Politik. Start-ups für die Entwicklung neuer Technologien müssten gezielt gefördert werden. Die Energiepreise werden nach Meinung der Experten voraussichtlich nicht maßgeblich fallen, da Dekarbonisierung und  Importe teuer seien. Der Referenzpreis werde nicht Erdöl sein, sondern Strom. Wegen seiner günstigen Infrastruktur sei Flüssiggas (LPG) weiterhin konkurrenzfähig. Moleküle blieben als Ergänzung zum Stromnetz unverzichtbar.

Jobst Dietrich Diercks geht davon aus, dass es in 5 bis 10 Jahren genügend grünes Flüssiggas gibt, um den Bedarf in Deutschland zu decken.

Von Rheingas erhoffen sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion für die Zukunft, dass das Unternehmen weiterhin jung und neugierig bleibt und diversi­fiziert, seine Netzwerke nutzt und als ­Finanzier und Partner Start-ups unterstützt.

www.rheingas.de

 

Einen Abriss der Rheingas-Firmengeschichte und weitere Informationen zur Jubiläumsfeier finden Sie in der Print-Ausgabe 4/2025 der FLÜSSIGGAS auf Seite 10 ff.

 


Artikel teilen:
Weitere Tags zu diesem Thema: