Mit Flüssiggas Luftschadstoffe vermeiden
Die Europäische Kommission fordert mehr Schutz gegen Feinstaub in Deutschland. „Der Einsatz von Flüssiggas ist ein entscheidender Schlüssel zur Vermeidung von Luftschadstoffen“, kommentierte Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verbandes Flüssiggas, die Rüge der Europäischen Kommission.
Deutschland schützt nach Ansicht der Europäischen Kommission seine Bürger nicht ausreichend vor gesundheitsschädlichem Feinstaub. Die Brüsseler EU-Kommission kritisierte vor allem zu hohe Feinstaub-Werte in Stuttgart und Leipzig und drohte mit rechtlichen Schritten.
Die Weltgesundheitsorganisation sieht Feinstaub als Ursache für 350.000 vorzeitige Todesfälle in Europa, davon 47.000 in Deutschland. Lungenkrankheiten, aber auch Herzinfarkte, Frühgeburten und Thrombosen werden der Belastung durch Feinstaub zugeschrieben. Der in der EU geltende Grenzwert für Feinstaub mit der Partikelgröße bis zu 10 μm liegt bei 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Je Kalenderjahr darf dieser Grenzwert an maximal 35 Tagen überschritten werden. Seit 2005 sind die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, hohe Feinstaubwerte einzudämmen.
„Flüssiggas verbrennt CO2-reduziert und mit drastisch niedrigeren Emissionswerten bei Feinstaub und Stickstoffdioxid“, so Stücke weiter. Er appellierte an die Bundesregierung, in einem Aktionsplan Luftqualität den Einsatz emissionsarmer Energieträger zu fördern.