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Messekalender für den Jahresanfang: Genf, Warschau und Leipzig zeigen Neuheiten aus dem Bereich Autogas


Die Motorshow von Bologna war in diesem Jahr geprägt vom Wehklagen der Gasanlagenhersteller und Umrüstbetriebe, die nach dem Wegfall der Zuschüsse in Italien und Frankreich um ihre Umsatzerlöse fürchten. Bessere Stimmung sollte da schon auf dem Genfer Salon aufkommen, denn mit KIA präsentiert in Genf immerhin ein Branchenschwergewicht ein LPG-Fahrzeug als hundertprozentige OEM-Lösung, nämlich den neuen KIA Picanto. Interessant sein dürfte ebenfalls die Entwicklung im Nachrüstsegment auf der AMITEC in Leipzig sowie die Gasshow im polnischen Warschau. Hier treffen sich vor allem Marktteilnehmer aus Osteuropa, die in den letzten Jahren erstaunlich aufgeholt haben und technisch auf Augenhöhe mit Firmen aus den Niederlanden und Italien stehen.

 

 

Wer mit dem Thema Autogas verbunden ist, sollte wissen, wo derzeit die Anliegen diskutiert werden, die die Branche bewegen. Da sind die ersten Monate des Jahres seit jeher die Zeit, die man im Kalender vormerken sollte: Der Internationale Automobil-Salon Genf gilt als Auftakt der alljährlichen Messesaison und wird seine Türen zum 81. Mal vom 3. – 13. März 2011 im Genfer Palexpo öffnen. Umweltfreundliche Zukunftstechnologien wird es an der Messe wiederum in geballter Form im „Pavillon Vert“ zu erleben geben, der nach dem Erfolg im Jahr 2010 an Bedeutung zugenommen hat. Mit dem Interesse an alternativen Energien steigt natürlich auch in der Schweiz das Interesse am Thema Autogas. So verlegte KIA die Premiere des Picanto Bi-Fuel nach Genf und der Schweizer Gasversorger, die Vitogaz Switzerland AG, sollte ebenfalls auf der Messe vertreten sein. In der Schweiz nimmt indes das Thema LPG immer mehr Fahrt auf. Nach anfänglicher Skepsis hat die solide, aber nachhaltige Informationspolitik von Vitogaz Switzerland Wirkung gezeigt, mehr und mehr Tankstellenbetreiber möchten den umweltfreundlichen Kraftstoff in ihr Sortiment aufnehmen. Damit steigt parallel die Zahl der Umrüster und selbstredend auch die Zahl der Autogasnutzer. Man möchte bis Ende des Jahres circa 100 LPG-Tankstellen in der Schweiz etabliert haben. Dabei geht es aber in erster Linie darum, Qualität statt Quantität zu schaffen. Statt öffentlichkeitswirksam die Zahl stetig zu erhöhen, hat man seitens des führenden Schweizer Versorgers umgeschwenkt und achtet darauf, an zentral gelegenen Standorten attraktive Angebote zu schaffen. Wie so oft, kann weniger manchmal mehr sein.

Alternative Antriebe und damit selbstverständlich auch Autogas spielen auf dem diesjährigen Genfer Salon wieder eine große Rolle.

In den Messehallen rund um den Warschauer Hauptbahnhof trifft sich am 11. und 12. März wieder einmal alles, was in der osteuropäischen LPG-Szene Rang und Namen hat, zur Internationalen GasShow. Mit dabei sein wird der deutsche Additivhersteller ERC, dessen Produkte bei unseren osteuropäischen Nachbarn ebenfalls eingesetzt werden. Veronika Wanot, zuständig bei ERC für das Marketing der Additive: „Polen ist ein wichtiger Markt für uns.“ Kein Wunder, mit über 2,5 Mio. registrierten LPG-Fahrzeugen liegt Polen europaweit an der Spitze der Nationen, die Autogas im Straßenverkehr nutzen. Neben den üblichen Themen aus dem LPG-Bereich sind auch Unternehmen aus dem Tanktechnik-Segment vertreten, so dass sich selbst für viele Deutsche Anbieter ein Ausflug nach Warschau lohnen könnte.

In 2011 wird das Thema Autogas bei der AMITEC wieder einen gewissen Raum einnehmen. Dabei sollte man die Messe aber nicht mit der AMI verwechseln, die jetzt im Zwei-Jahres-Turnus stattfindet und erst im nächsten Jahr wieder eröffnet.

Vom 9. bis 13. April lädt die Messe Leipzig mit über 250 Ausstellern für die Bereiche Wartung, Pflege, Service und Reparatur von Pkws und Nutzfahrzeugen ein. Traditionell werden hier Trends im Nachrüstbereich gezeigt, Nussbaum, Würth, Coparts, Twintec und viele andere Hersteller bzw. Zulieferer von Werkstätten zeigen in Leipzig natürlich auch ihre Aktivitäten auf dem Autogassektor. Spannend wird die Frage sein, wie die Schwergewichte der Branche mit dem Thema „Vorfertigung von Gasanlagen“ umgehen werden. Es ist und bleibt das einzige probate Mittel, um dem Kostendruck der osteuropäischen Konkurrenz entgegen zu treten, die mit Dumpingpreisen, aber leider oft auch minderwertige Ware den heimischen Markt überschwemmt.

 


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