Messe Automechanika beweist Innovationskraft - Erfreuliche Perspektiven in Richtung Investitionen und Weiterbildung
Die 20. Automechanika im Sommer 2008 hat ihre Rolle als führende Weltleit-messe der Automobilwirtschaft eindrucksvoll bestätigt. Detlef Braun von der Messeleitung sagte hierzu: "Mit über 166.000 Besuchern aus insgesamt 146 Nationen und 4680 Ausstellern aus 80 Ländern haben wir neue Spitzenwerte erreicht. Der Anteil der internationalen Besucher ist auf rund 50% gewachsen. Interessant dabei: Autogas hat seinen Anteil weiter ausgebaut.
Eindrucksvolle Stände hatten Progas, P & A zusammen mit TEGA, GAS (Gunnar Adam Services), Tartarini, das Autogaszentrum Bad Oeynhausen, Landi Renzo und Ökotec. Weitere Firmen, die ihre bewährten Produkte vorstellten, waren die Autogastechnik Unna (Icom-Anlagen), Nussbaum, Gaskit und die Projektgemeinschaft CO2-100minus.
Diese letztgenannte Gemeinschaft mehrerer Equipment-Zulieferer hat sich auf die Fahnen geschrieben, Motoren zu entwickeln, die mit Autogas unter 100 g CO2 pro km fahren. Auf der Messe zeigten die Projektverantwortlichen hierzu einen Fiat 500, der nur 119 g CO2 pro km ausstößt.
Weitere Optimierungen sollen dazu führen, dass die 100-g-Schwelle demnächst deutlich unterschritten wird. Ganz neu dabei wird zukünftig ein Peugeot 107 sein, der mit Benzin schon jetzt nur 109 g CO2 emittiert. Hier wollen die projektführenden Professoren Dr. Harald Altjohann und Dr. Thomas Heinze von der HTW Saarbrücken noch einmal nachlegen und weitere Verbesserungen durchführen.
Erstmalig nutzten auch Verbände der Zulieferindustrie die Automechanika, um ihre Maßnahmen gegen Produktpiraterie vorzustellen. Im Schulterschluss mit Messe Frankfurt against Copying präsentierten sich VREI, der Verein freier Ersatzteilemarkt e.V., CLEPA, der Europäische Verband der Automobilzulieferer und JAPIA, Japan Auto Parts Industries. Auch der amerikanische Verband MEMA (Motor & Equipment Manufacturers Association) plant eine engere Zusammenarbeit mit der Messe Frankfurt zu diesem Thema. Josef Frank, Director Aftermarket, CLEPA: „Wir haben hier auf der Automechanika unseren CLEPA-Sicherheitscode vorgestellt und sind auf großes Interesse vonseiten der Endkunden, Großhändler und Werkstätten gestoßen. Mit einer Identifikationsnummer in Form eines DataMatrix-Barcodes können Artikel authentifiziert werden, und zwar 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Führende Hersteller aus ganz Europa unterstützen unsere Initiative von Anfang an, darunter Bosch, Conti Teves, Federal Mogul, GKN oder die Schaeffler Gruppe.“
Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, betonte, wieder einmal habe der Automobil-Servicemarkt eine beachtliche Stabilität und erfreuliche Perspektiven in Richtung Investitionen, Innovationen und Weiterbildung gezeigt – und das in einer Phase instabiler konjunktureller Rahmenbedingungen.
„Die 20. Automechanika hat eine richtungsweisende Kernbotschaft für die gesamte Automobilwirtschaft formuliert: Auch in einem Markt an der Sättigungsgrenze, wie dies in Deutschland der Fall ist, bestehen im Service gute Chancen für qualitatives Wachstum. Darauf kann das Kraftfahrzeuggewerbe aufbauen“, so Rademacher weiter.
