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Mehr als 500.000 Pkw fahren mit Autogas


Hochschule des Saarlandes forscht mit direkteinspritzenden Motoren

 

Grafik: Anzahl der Pkw mit Autogas von 2006 bis heute

 

Die Zahl der Pkw mit Autogas hat zum ersten Mal die Grenze von 500.000 Fahrzeugen überschritten. Wie aus den jetzt veröffentlichten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hervorgeht, waren am Stichtag 1. Januar 2014 genau 500.867 Autos mit dem auch LPG (Liquified petroleum gas) genannten Kraftstoff in Deutschland registriert. Auf Platz zwei rangieren Hybridantriebe, die mit einem Bestand von 85.575 Pkw erstmals an Erdgas als Antriebsart (79.065) vorbeizogen. Trotz relativ großer Steigerungsraten spielen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen nach wie vor eine minimale Rolle. Lediglich 12.156 Pkw sind bei den Flensburger Statistikern erfasst. Damit rückt das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektrofahrzeuge bis 2020 immer weiter in den Bereich politischer Utopien.

Absolut stehen 679.744 Pkw mit alternativem Antrieb in der Datenbank des KBA – inklusive 2081 „Sonstigen“ Pkw. Autogas macht davon mit 73,7 % den Löwenanteil aus und treibt somit dreimal so viele Pkw an, wie alle anderen Alternativen zusammen. Dies liegt zum einen am flächen- deckenden Tankstellennetz. Mit 6700 LPG-Stationen bundesweit kann man rechnerisch an mehr als jeder dritten der bundesweit 14.700 Tankstellen diesen Kraftstoff bekommen. Als einziger Kraftstoff kann Autogas mit vertretbarem Aufwand bei Benzinmotoren nachgerüstet werden.

Dies funktioniert sogar bei modernsten Benzindirekteinspritzern, wie Forscher der Saarbrücker Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTWdS) im Projekt S1000plus nachgewiesen haben. Durch Umrüstung eines Peugeot 5008 und vollständigen Verzicht auf Benzintanks konnte das Potenzial von Autogas voll ausgereizt werden. So gelang mit dem Fahrzeug eine Reichweite von 1365,5 km allein mit Autogas. In einem früheren Autogas-Projekt hatte das Team um die Professoren Dr. Thomas Heinze und Dr. Harald Altjohann den CO2-Ausstoß eines Kleinwagens um rund 20 % gesenkt. Unterstützt wurden die Projekte von zahlreichen Partnern wie der Sachverständigen-Organisation KÜS und des Flüssiggas-Versorgers Westfalen AG.

www.projekt-s1000plus.de


 


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