Löwengas Propan-Vertriebs-GmbH, Berlin, begeht 70-jähriges Jubiläum
Vom reinen Flüssiggasversorger zum universellen Dienstleister für die Flüssiggasbranche und wieder „zurück“: Die 70jährige Firmengeschichte der Löwengas Propan-Vertriebs-GmbH ist eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung Nachkriegsdeutschlands verbunden.
. Nachdem Premysl Zoubek, Vater des geschäftsführenden Inhabers Peter Zoubek, sich in den 1940er-Jahren in Prag als Propangas-Pionier hervorgetan hatte, gründete er am 4. Oktober 1948 in Westberlin die „Löwengas Propan-Vertriebs-GmbH“. Die zugehörige Flaschenfertigung in Elterlein wurde 1950 in das Volkseigentum der Deutschen Demokratischen Republik überführt. Aus der Notwendigkeit heraus baute Zoubek sen. in Berlin eine neue Flaschenfertigung und investierte später auch in die Fertigung von Propangastanks in Fürstenfeldbruck bei München; hier leistete man Pionierarbeit mit der Einführung der Epoxidharzbeschichtung für Druckgastanks. Ein weiteres Werk in Mannheim, zur Flaschenregenerierung, war nur die logische Weiterentwicklung zur Erhöhung der Wertschöpfungskette.
Der Name „Löwengas“ kam nicht von ungefähr – er ist dem Wappen von Tschechien entlehnt, das den böhmischen Löwen zeigt. Die vielfältigen, aus der Familiengeschichte heraus resultierenden Beziehungen ermöglichten es der Löwengas zu einem frühen Zeitpunkt, geschäftliche Beziehungen „in den Osten“ zu pflegen. Bereits in den 1970er-Jahren, zu Zeiten der sogenannten „Ölkrisen“, konnte man Flüssiggas aus der UdSSR nach Westberlin importieren; auch die Behälterfertigung wurde Mitte der 1990er-Jahre nach Tschechien verlegt.
Das Jahr 2002 markiert eine Wende in der Firmengeschichte. „Zurück zu den Wurzeln“, lautete das Motto, das Peter Zoubek – Sohn des Firmengründers, der dem Unternehmen seit zwei Jahren als Alleingeschäftsführer vorstand – ausgab. Das Werk in Tschechien wurde 2002 an einen deutschen Wettbewerber verkauft; aus der Flaschenfertigung und der Regenerierung hatte man sich bereits in den 1990er-Jahren zurückgezogen. Auch der Ausflug ins griechische Flüssiggasgeschäft, 1965 als Mehrheitsbeteiligung an Kazagaz (später: Primagaz) gestartet, wurde 1999 beendet. Seither konzentriert die Löwengas sich wieder auf ihr Kerngeschäft als Flüssiggasversorger, mit den regionalen Schwerpunkten Berlin und Brandenburg. Zusammen mit der Berliner Firma Propan-Geppert hatte Zoubek jun. zuvor die „LPG comp“ gegründet, ein Logistikdienstleister für die Auslieferung von Tank- und Flaschengas. Peter Zoubek will das Familienunternehmen auch die nächsten Jahre führen. „Wir setzen dabei auch weiterhin auch solide Firmenpolitik und gesundes Wachstum“, sagte er gegenüber der FLÜSSIGGAS.
