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Kommunikation im Fokus: Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DVFG


Public Relation (PR) beinhaltet die gezielte Herstellung und kontinuierliche Pflege der Kommunikation zwischen einer Organisation und den verschiedenen Teilöffentlichkeiten – das können bestimmte Personen, Gruppen, Institutionen, Unternehmen sein. Wenn PR über die Medien angesetzt wird, spricht man von Pressearbeit: Für den Leser ist die Botschaft glaubwürdiger, weil sie von dritter Seite vermittelt wird. Außerdem fungieren die Medien als Multiplikator – eine Information wird von vielen Tausend Lesern aufgenommen. Auch der DVFG setzt auf gezielte Pressearbeit, wenn es darum geht, die Interessen der Branche in die Öffentlichkeit zu transportieren und den Bekanntheitsgrad von Flüssiggas und Autogas zu erhöhen. Dazu wurde der Fachausschuss Kommunikation gegründet.

 

 

Herr Diercks, Sie sind Vorsitzender des Fachausschuss Kommunikation im DVFG. Welche Aufgaben nimmt der Fachausschuss innerhalb der Verbandsarbeit wahr?

Diercks: Der neu gegründete Fachausschuss Kommunikation ist Nachfolger des bisherigen PR- und Werbeausschusses. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass der Kommunikationsarbeit des Verbandes eine immer größere Bedeutung zukommt, um im politischen Umfeld wahrgenommen zu werden und in der Öffentlichkeit ein positives Meinungsklima aufzubauen. Die inhaltliche Ausrichtung des bisherigen PR- und Werbeausschusses, zu der primär klassische Pressearbeit, Anzeigenwerbung und die Entwicklung von Broschüren gehörten, passte dazu nicht mehr.

Die Aufgabe des Fachausschusses Kommunikation wird vor allem die Unterstützung des Vorstands und der Geschäftsstelle bei der Lobbyarbeit sein. Darunter sind z. B. die unmittelbare Zuarbeit zu Stellungnahmen sowie die Entwicklung von Positionspapieren des Verbandes zu aktuellen politischen Themen zu zählen. Auch die Vorbereitung und Umsetzung von gezielten Kampagnen zu einzelnen Themenbereichen wie der Energie- und Verkehrspolitik auf Bundes- und Landesebene gehören dazu. Demgegenüber werden werbliche Gestaltungen von Anzeigen, Produktbroschüren etc., die früher ein wichtiger Teil der Aufgabenstellung waren, deutlich weniger Raum in der Arbeit des Ausschusses einnehmen. Dies hängt auch damit zusammen, dass der Vorstand beschlossen hat, das Werbebudget für die allgemeine Flüssiggaswerbung zurückzufahren.

Aus wie viel Personen setzt sich der FA Kommunikation zusammen, wie sieht die Zusammenarbeit bzw. die Aufgabenverteilung untereinander aus (wer macht was? Turnusmäßige Treffen?)

Diercks: Um einen grundsätzlichen Neuanfang zu machen, wurde nicht nur der neue Fachausschuss gegründet, sondern auch die Besetzung neu gestaltet. Dem Fachausschuss gehören Herr Körner, Rheingas Halle, Herr Eder, Tyczka Totalgaz, Herr Gößwein, Gößwein-Gas, eventuell noch ein weiteres zu benennendes Mitglied und ich als Vorsitzender an. Als für die Kommunikation Verantwortliche der Geschäftsstelle ist Frau Huhn Mitglied im Fachausschuss.  Unverzichtbare Mitgestalter und vor allem auch Ausführungsorgane sind das Pressebüro Brendel und die Werbeagentur Sagross.

Die Zusammenarbeit in dem Fachausschuss ist partnerschaftlich und durch eine offene Kommunikation geprägt. Jeder bringt hier seine Kompetenz und seine Erfahrungen in die Diskussion ein. Neben den regelmäßigen Sitzungen gibt es auch eine kontinuierliche Kommunikation zum jeweiligen Stand der Projektarbeiten.

Welche Aufgaben werden extern vergeben? Bzw. wo sind die Berührungspunkte mit der von Verband beauftragten Presseagentur?

Diercks: Das Pressebüro möchte ich nicht als extern bezeichnen. In den vielen Jahren der engen Zusammenarbeit ist Herr Brendel zu einem integrierten Mitarbeiter des DVFG, um es einmal so zu charakterisieren, geworden. Das macht in der Arbeit vieles einfacher. Wir brauchen keine aufwändigen Briefings, weil Herr Brendel seit Jahren in alle relevanten Entwicklungen involviert ist und die Herausforderungen, vor denen unsere Branche steht, detailliert kennt. Deshalb hat sich eine bewährte Form der Zusammenarbeit entwickelt, in der Projekte gemeinsam mit dem Ausschuss definiert und vorangetrieben werden.

Herr Brendel, Sie sind Geschäftsführer der vom Verband beauftragen Presseagentur. Wodurch unterscheidet sich die Pressearbeit (als ein Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit) für einen Verband von der für ein Wirtschaftsunternehmen?

Brendel: Meine Agentur ist in sehr unterschiedlichen Branchen von der Energie über die Ernährung bis hin zur Pharmazie tätig. Jede Kommunikationsarbeit ist dabei strategisch individuell auf die jeweiligen Aufgabenstellungen und Probleme hin ausgerichtet. Für die reine Pressearbeit steht ein umfangreiches Netzwerk zur Verfügung. Dazu gehören eigene Pressedienste für über 700 Redaktionen, Spezial-Pressedienste für rund 1200 Fachredaktionen, ein stark frequentierter Online-Dienst für Journalisten, einer der größten deutschen Grafik-Dienste und natürlich enge und langjährige Verbindungen in den Medien. Mit diesem Netzwerk erzielen wir sowohl quantitativ als auch qualitativ eine hohe publizistische Resonanz.

Die Kommunikationsarbeit für den DVFG geht allerdings über den Rahmen einer Pressearbeit deutlich hinaus. Während der letzten Jahre sind, wie Herr Diercks schon ausgeführt hat, die Mitarbeit bei politischen Themen, Basis-Papiere, die Entwicklung von Grundsatz-Statements und ähnliche Aspekte mehr zunehmend in den Vordergrund getreten. Es ist eine sehr strategisch ausgerichtete Arbeit, die wir für den Verband leisten. Und das ist eine besondere Herausforderung, die in der ständigen Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des DVFG sehr viel Freude macht.

Auf welche Instrumente setzten Sie bei der Pressearbeit für den DVFG?

Brendel: In der Pressearbeit wird das gesamte Netzwerk, das ich skizziert habe, eingesetzt. Darüber hinaus gibt es hier aber auch noch einige besondere Maßnahmen, wie beispielsweise Spezial-Informationsdienste, mit denen wir spezifische Zielgruppen in der Politik oder in wichtigen Institutionen ansprechen.

Was tun Sie, um den Bekanntheitsgrad von Flüssiggas und Autogas zu erhöhen?

Brendel: Im Rhythmus von 14 Tagen werden die Medien mit neuem Material, also mit Texten, Grafiken oder Fotos, zu jeweils einem Thema versorgt. Ein umfangreiches elektronisches Archiv zu allen Aspekten von Flüssiggas steht den Redaktionen zur Verfügung.

Wegen der Vielseitigkeit der Energie Flüssiggas ist die Pressearbeit in unterschiedliche Segmente gegliedert. Die Einsatzmöglichkeiten von Flaschengas gehören ebenso in dieses Spektrum wie Flüssiggas als Haushaltsenergie, als optimale Energie für moderne Heiztechnik oder als funktional einzusetzende Energie im gewerblichen Bereich. Während der letzten Jahre war ein wichtiges Feld natürlich das Autogas. Dass Flüssiggas mit derzeit rund 430 000 Fahrzeugen sich zur Alternativ-Energie Nummer eins entwickelt hat, ist das Ergebnis eines außergewöhnlichen Engagements dieser Branche. Die mittelständischen Unternehmen haben viel in den Aufbau des Marktes investiert, der DVFG hat mit großem Erfolg für die politische Akzeptanz und die Gleichberechtigung neben Erdgas gearbeitet und in der Medienarbeit haben wir sicher auch einen guten Beitrag zur Popularisierung von Autogas leisten können.

Beim Thema Antriebsenergie ist die Branche gegen das Erdgas angetreten und hat im Markt deutlich die größten Anteile gewonnen. Wo liegen die Gründe für den Erfolg?

Brendel: Sowohl in der Politik als auch in der Medienberichterstattung hatten wir mit Erdgas immer einen starken Wettbewerber. In der politischen Überzeugungsarbeit haben Vorstand und Geschäftsführung des DVFG in Kooperation mit Frau Forster von der IPA International Public Affairs großartige Arbeit geleistet. Flankierend war die Kommunikation kontinuierlich eingebunden und auf alle Schritte abgestimmt. Diese enge Zusammenarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung des Erfolgs. In der Kommunikation, die immer wieder strategisch den aktuellen Gegebenheiten und Entwicklungen angepasst wurde, haben wir zudem sehr verbraucherorientiert informiert und argumentiert. Wir sind nie mit vollmundigen Versprechungen angetreten, sondern haben ganz pragmatisch darauf gesetzt, die potenziellen Autogas-Kunden über die Vorteile dieser Energie-Alternative zu informieren. Es war ein langer und schwieriger Weg von der Null-Bekanntheit des Autogases bis zur heutigen Popularität. Für mich als Kommunikations-Profi war dabei besonders eindrucksvoll, dass nicht ein millionenschweres Budget mit Hochglanz-Broschüren, aufwendigen Förderungen und phantasievollen Studien im Markt erfolgreich war. Im Gegensatz dazu haben eine sorgfältig geplante Strategie unserer Branche und eine Kommunikation, die stets offen, ehrlich und sachlich war, die Autofahrer in der Mehrheit überzeugt. Ehrlichkeit und Sachlichkeit sind ohnehin aus meiner Sicht zwei entscheidende Aspekte einer erfolgreichen Medienarbeit. Wir müssen, auch wenn es beispielsweise um die Heiz­energie Flüssiggas geht, die Menschen zunächst interessieren. Gewinnen und überzeugen können wir sie aber nur dann, wenn wir ehrlich argumentieren, immer sachlich sind und sehr pragmatisch auf die Informationswünsche der Menschen eingehen.

Wie viele Veröffentlichungen haben Sie 2010 erzielt und in welchen Medien, und wie viele Kontakte wurden damit erreicht? Wie werden diese Zahlen eruiert?

Brendel: Zur Erfassung der Presseberichterstattung haben wir professionelle Büros für Medienbeobachtung engagiert. Die Berichterstattung über Flüssiggas ist national abdeckend und erfasst alle Medien von der Regionalzeitung über Zeitschriften und Illustrierte bis hin zu Wirtschafts-Zeitungen oder auch Spezial-Magazinen für die gewerbliche Wirtschaft. Die Resonanz in den Medien liegt seit Jahren auf einem relativ konstanten Niveau. Im vergangenen Jahr haben wir über 4000 Veröffentlichungen erzielt und damit eine Reichweite von 400 Mio. Kontakten ermöglicht.

Welches Thema haben Sie in den letzten Jahren mit dem größten Erfolg vermittelt?

Brendel: Der größte Erfolg während der letzten Jahre war zweifellos die Kommunikation zum Thema Autogas. Hier gab es ein sehr gutes Zusammenspiel zwischen allen Beteiligten, weil die politischen Aktivitäten des DVFG, die publizistischen Aktivitäten der Pressearbeit und auch wichtige Statements und Basis-Papiere kontinuierlich aufeinander abzustimmen waren. Diese enge Zusammenarbeit auf allen Ebenen zeichnet diesen Verband in besonderer Weise aus.

Was steht für 2011 an?

Diercks: Kommunikation ist ein sehr dynamischer Prozess, bei dem es darauf ankommt, auf Herausforderungen strategisch sinnvoll zu reagieren oder aber auch eigene Themen in der Politik und in der breiten Öffentlichkeit zu installieren. Die Kommunikation 2011 wird alle Themen-Segmente umfassen, also Haushalt, Heizung, Autogas und Gewerbe. Dazu kommen weitere wichtige Themen wie Energie-Effizienz und Klimaschutz. Wir müssen immer wieder transparent machen, welche große Bedeutung die saubere Energie Flüssiggas in diesen Kontexten heute und auch im Hinblick auf die Zukunft besitzt.

Brendel: Ein sehr wichtiges Thema, das uns 2011 und sicher auch in den folgenden Jahren beschäftigen wird, ist das regenerative Flüssiggas. Es existieren verschiedene Projekte, um regeneratives Flüssiggas durch innovative technologische Prozesse zu gewinnen. Im Rahmen von Grundlagenforschung wird sogar daran gearbeitet, Verfahren zur Erzeugung von Flüssiggas durch Mikroorganismen zu entwickeln. Wir müssen jetzt daran arbeiten, dieses große Zukunfts-Potenzial von Flüssiggas transparent zu machen. Die Tatsache, dass Flüssiggas eine besonders CO2-arme, staub- und rußfrei einzusetzende Energie ist, reicht nicht. Die Politik erwartet, dass eine fossile Energie schrittweise durch eine regenerative Form dieser Ener­gie ergänzt wird. Flüssiggas bietet diese Option in vorbildlicher Weise. Allerdings müssen wir auch hier nicht mit vollmundigen Versprechungen arbeiten, sondern sachlich und durch Fakten belegt. Die enge Zusammenarbeit mit den Technikern des DVFG ist eine wichtige Voraussetzung, um in dieser Kommunikation mit belegbaren Daten und Fakten und damit glaubwürdig zu operieren.

Welche Aktivitäten sind dazu geplant?

Brendel: Das ist ein umfangreiches Feld. Der DVFG arbeitet sehr eng mit den Unternehmen und Institutionen, die BioFlüssigGas produzieren respektive entwickeln, zusammen. Hier entstehen die Daten und Fakten, mit denen wir dann arbeiten. Für die Kommunikation ist zunächst ein Basispapier formuliert worden, das sowohl in der Politik als auch bei Journalisten eingesetzt wird. Das Pressematerial, mit dem wir gezielt an die Medien gegangen sind, zeigt große Resonanz. Jetzt setzt ein Prozeß der Multiplikation ein, um auch in der breiten Öffentlichkeit zu zeigen, wie zukunftsorientiert Flüssiggas ist. BioFlüssigGas, davon bin ich überzeugt, ist für die Anwender unserer Energie ein entscheidendes Argument, dem Flüssiggas langfristig zu vertrauen.

Herr Diercks, Herr Brendel, wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.

 


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