Iran will mehr Autogas-Fahrzeuge
Der Iran, das Land mit den zweitgrößten Erdölreserven der Welt, kann den wachsenden Bedarf an Benzin nicht mehr befriedigen. In einer überraschenden Ankündigung sollen im Land künftig nur noch Autos mit bivalentem Antrieb gefertigt werden. Die Produktion von reinen Benzinern wird eingestellt, meldet "BBC online". Bereits ab dem 23. Juli sollen keine Benziner mehr im Iran gebaut werden dürfen. Alle künftigen Neuwagen müssen mit einer Flüssig- oder Autogasanlage ausgerüstet sein. Auch alle älteren Modelle sollen nachgerüstet werden, erklärte Industrieminister Minister Ali Reza Tahmasebi. Wegen völlig unzureichender Raffineriekapazitäten kann der Kraftstoffbedarf der Bevölkerung trotz enormer Ölreserven nicht mehr gedeckt werden. Seit kurzem ist daher die Abgabe von Benzin auf drei Liter pro Tag und Person begrenzt. Flüssig- oder Autogas (LPG) ist ein Nebenprodukt der Raffinierung, kostet wenig und verfügt über eine leicht bessere Umweltbilanz als Benzin oder Diesel. Dennoch sind Beobachter skeptisch ob der Iran in der Lage ist, die Tankstellen ausreichend mit Gas-Produkten beliefern zu können. Im Iran wurden im vergangenen Jahr rund 1,15 Millionen Pkw produziert.
