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Innenliegende Autogas-Tankstelle für Kartcenter


Dass Karts im Gasbetrieb fahren, ist nichts Neues. Doch wie auch bei Gabelstaplern üblich, werden sie meist mit Flaschengas betrieben. Anders im Speed Indoorkart Sportcenter Landsberg am Lech. Beim ohnehin anstehenden Wechsel der Fahrzeugflotte entschied Geschäftsführer Bernhard Keberle sich für Karts mit eingebautem Gastank. Die betriebseigene Tankstelle errichtete er gleich mit: sie ist geschickt in eine Ecke der großen Halle integriert. Bei dem in Kooperation mit dem TÜV Süd und der Protech Energiesysteme entwickelten Projekt handelt es sich um die erste innenliegende Autogas-Tankstelle Deutschlands.

 

 

Den Spaß haben nicht nur die Kiddies und ihre "Aufsichtspersonen", auch Geschäftsführer Bernhard Keberle hat allen Grund zur Freude. Konnte er mit Autogas doch seine Bebtriebskosten ganz erheblich senken. Seine Karts fuhren zuvor im Benzinbetrieb. Aber nicht mit "Normal" von der Tankstelle, sondern mit dem benzolfreien ASF, das schadstoff- und geruchsfrei verbrennt. So will es die Vorschrift zur Reinhaltung der Luft beim Kartbetrieb in Innenräumen. Doch das Gesundheitsbewußtsein hat seinen Preis: stolze 2,20 Euro musste Keberle schließlich pro Liter ASF berappen. Dazu kam, dass der Treibstoff in Kanistern angeliefert wurde und das Tanken eine umständliche Prozedur war. Waren die Karts endlich wieder startbereit, konnten sie mit 10 l ASF knappe drei Stunden lang ihre Runden drehen. Auf ca. 100.000 km bringt es ein Kart pro Jahr, dann ist ein neuer Motor fällig. Nach vier Jahren schließlich wird das Kart ausgemustert.

Vor Jahren schon hatte Keberle über Erdgasantrieb nachgedacht, doch die enormen Kosten für die Aufbereitung von 200 bar zur Verflüssigung des Methans ließen ihn zurückschrecken. Von RiMO, dem führenden Hersteller für Indoorkarts, kam die zündende Idee: Autogas statt Erdgas - eine Indoorkartanlage in Herne hatte die Flotte gerade auf Fahrzeuge mit Autogastank umgestellt. Die Begeisterung deren Betreibers überzeugte Bernhard Keberle, doch: anders als in Herne sollte in Landsberg auch die Tankstelle "indoor" sein.

Von der Idee kam es zur Anfrage bei der mit der Tyczka verbundenen ProTech Energiesysteme. Das Unternehmen hatte gerade die Gabelstaplerflotte der Adelholzener Alpenquellen GmbH auf den nutzerfreundlichen Betrieb mit Gastanks umgestellt und verfügt über viel Erfahrung in diesem Bereich. Gemeinsam mit dem Sachverständigen des TÜV Süd, Niederlassung Ausgsburg, Dipl.-Ing. Roger Merkl, wurde ein Konzept entwickelt, dass das Aufstellen der Tankstelle im Innren der Halle ermöglicht.

Mit einer Füllung Autogas, ebenfalls 10 l, sind die Karts zwischen zwei und zweieinhalb Stunden im Rennen. Die integrierte Füllstandsanzeige ermöglicht es, die Wagen "just-in-time" zu betanken - nicht zu früh, was Tankvorgänge spart, aber auch nicht zu spät, sodass kein Fahrzeug wegen Treibstoffmangels auf der Bahn liegen bleiben könnte. Zum Betanken selbst reicht die Zeit, in der die Anwärter auf das nächste Rennen gebrieft werden. Es geht im Handumdrehen und ist kinderleicht - fast so, wie das Kartfahren selbst.

 


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