Immer noch machbar: Klimaschutzziel 2030 für den Verkehrssektor
In den nächsten zehn Jahren sollen die Treibhausgasemisionen im Verkehrssektor in Deutschland auf 95 bis 98 Mio. t CO2-Äq. gesenkt werden. Die Realität sieht allerdings anders aus: Seit 2012 steigen die Werte wieder an. Im neuen Positionspapier des Umweltbundesamts „Kein Grund zur Lücke“ wird ein dreistufiger Maßnahmenkatalog vorgestellt, mit dessen Umsetzung die Klimaschutzziele für 2030 im Verkehrssektor doch noch erreicht werden könnten.
Das UBA-Positionspapier unterbreitet Lösungsvorschläge, wie die Klimaziele im Verkehrssektor doch noch erreicht werden können.
„Das Klimaschutzziel 2030 für den Verkehrssektor ist ehrgeizig und ambitioniert – vor allem angesichts der Tatsache, dass der Verkehr auf deutschen Straßen weiter wächst und bislang nicht zur Einsparung von Treibhausgasen beigetragen hat. Berücksichtigt man die bereits beschlossenen Instrumente, werden die Treibhausgasemissionen des Verkehrs im Jahr 2030 bei rund 154 Mio. t CO2-Äq. liegen – und damit weit über dem Klimaschutzziel des Verkehrs mit 95 bis 98 Mio. t CO2-Äq.
Dennoch: Das Klimaschutzziel für das Jahr 2030 ist erreichbar, das Schließen der Minderungslücke von 56 Mio. t CO2-Äq. ist möglich. Allerdings gibt es kein einfaches Patentrezept für eine Emissionsminderung und auch kein einzelnes Instrument mit durchschlagender Wirkung. Vielmehr müssen viele Stellschrauben neu justiert werden: politische, ökonomische und technologische. Darunter sind wirksame und weniger wirksame, leichter und schwerer umsetzbare, kostspielige und preiswerte, solche mit hoher und solche mit geringer Akzeptanz.“
Die Empfehlungen für die Politik enthalten beispielsweise den Abbau umweltschädlicher Subventionen und eine gerechte Bepreisung.
Das 36-seitige Positionspapier steht auf der UBA-Homepage als PDF zum Download bereit:
https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kein-grund-zur-luecke


