Für eine starke Gemeinschaft Neue Mitglieder im DVFG e.V., Berlin
Einigkeit macht stark – was im Großen gilt, gilt auch im Kleinen. Durch die Mitgliedschaft im Verband lassen sich Interessen bündeln und gegenüber Behörden, Ministerien und Körperschaften des öffentlichen Rechts besser vertreten als im Alleingang. Von der Stärke und der politischen Präsenz des Deutschen Verbands Flüssiggas, Berlin, profitieren ab sofort auch diejenigen Unternehmen, die sich in jüngster Zeit für eine Mitgliedschaft entschlossen haben.
Stadtwerke Rinteln: Beitritt als ordentliches Mitglied
Die Stadtwerke Rinteln GmbH, die als kommunale Versorger bereits seit 1955 auch in der Flüssiggasversorgung tätig sind und bis vor zwei Jahren über die Westfälische Propan dem Verband verbunden waren, sind nun als ordentliches Mitglied beigetreten. „Wir schätzen die Informationen rechtlicher und technischer Art, die wir über den DVFG erhalten“, so Klaus Laue auf Anfrage. „Für uns sind insbesondere die Hinweise zur Sachkundigenausbildung zur Behälterabnahme von Bedeutung.“ Die Stadtwerke Rinteln GmbH versorgen im Umkreis von 30 km überwiegend Haushaltskunden, aber auch einige Gewerbekunden mit Flüssiggas, außerdem werden zwei Autogastankstellen betrieben. Einschließlich Autogas wird ein Volumen von 900 bis 1000 t gehandelt, die über den Raiffeisen Landbund bezogen werden.
Ebenfalls als ordentliches Mitglied gehört die Tyczka Energie GmbH, Geretsried, nun dem Verband an; das Unternehmen war zuvor außerordentliches Mitglied.
Tyczka Energie: Vom außerordentlichen zum ordentlichen Mitglied
Das Engagement im Deutschen Flüssiggasverband hat bei Tyczka eine lange, auf die Gründung des Verbandes zurückreichende Tradition. Diese Tradition wird zunächst mit der Tyczka Totalgaz, welche die Endverbraucher-Interessen ihrer beiden Gesellschafter im deutschen Flüssiggasmarkt wahrnimmt, fortgesetzt. Die Tyczka Energie betreibt ein bedeutendes internationales Handels- und Großverbrauchergeschäft. Da die vielfältigen Verbandsaktivitäten auch den Betätigungsfeldern dieses Unternehmens zugute kommen, hat Tyczka Energie beschlossen, sich zum 1. Januar 2010 als ordentliches Mitglied einzubringen. Dazu Geschäftsführer Peter Frieß: „Ein persönliches Anliegen war es mir, meine Funktion als Obmann des Wirtschaftsausschusses mit entsprechendem Rückhalt weiterhin ausführen zu können. Hierfür ist es notwendig, an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen, um über aktuelle Entwicklungen im Verbandsgeschehen informiert zu sein und Entscheidungen über das Stimmrecht aktiv mitzutragen. Weiterhin bin ich Mitglied des Arbeitskreises Strategie und Politik.“
Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit, so Peter Frieß weiter, ergäben sich aus seinem Gremien-Engagement. „Generell verfolgen wir das Ziel, einen starken und wirksamen Verband mitzutragen. Gemeinsam sind wir noch stärker: Dieses Motto gilt auch für die Interessensvertretung der Firmen gegenüber Politik, Behörden und der Öffentlichkeit. Gerade für die Nischen-Energie Flüssiggas ist eine Bündelung der Kräfte von besonderer Bedeutung. Wie sollen wir uns anders z. B. auf Bundesebene Gehör verschaffen? Der DVFG macht eine professionelle, erfolgreiche Arbeit und wir werden ihn dabei weiter unterstützen.“
Neue außerordentliche Mitglieder
Dieser Ansicht ist man auch bei der Tokheim Göhler GmbH, die dem Verband nunmehr als außerordentliches Mitglied angehört. Die Göhler Anlagentechnik GmbHwar bzw. ist durch die Tochterfirma HKL, Ennepetal, Mitglied im DVFG. Die Ausgliederung des Tankstellenbereiches in die Tokheim Göhler GmbH machte den Beitritt des „neuen Unternehmens“ Tokheim Service-Gruppe erforderlich. „Wir haben viel Zeit und Geld investiert, um in unserem Service die Anforderungen zu verschmelzen, die dem Gefahrstoff Flüssiggas und dem Betreiben von öffentlichen Tankstellen gerecht werden“, erläutert Edmund P. A. Brück, Leiter Marketing und Vertrieb. „Unsere Service-Pakete für LPG-Tankstellen finden bei immer mehr DVFG-Mitgliedern großen Gefallen, weil deren eigene oder die bisherigen LPG-Wartungsstrukturen nicht für Tankstellen taugen. Zwischenzeitlich betreuen wir über 1000 LPG-Stationen. Jetzt gehören wir zur LPG-Gemeinde; deshalb ist es logisch, dass wir auch Club-Mitglied werden. Schließlich macht der DVFG eine gute Arbeit – auch in der Ausbildung unserer bzw. generell von LPG-Tankstellen-Service-Fachkräften.“ Gefragt nach der seiner Meinung nach dringlichsten Aufgabe des DVFG lautet die Antwort: „Dafür sorgen, dass Flüssiggas als Kraftstoff mehr Gehör findet. Z. B. die Automobilhersteller dazu bringen, dass für bzw. mit Flüssiggas-Autos geworben wird. Das haben die Erdgas-Leute in ihrer Hoch-
phase hingekriegt – jetzt sollte Flüssiggas am Drücker sein.
Auch die Bohlen & Doyen Bauunternehmung GmbH, Wiesmoor, baut Flüssiggastankstellen und -anlagen. Das einstige Fuhrunternehmen hat sich zum weltweit agierenden Baubetrieb mit besonderer Kompetenz in den Bereichen Gas, Wasser, Abwasser, Strom, Fernwärme, Telekommunikation, Chemieprodukte und Öl gemausert. Anfang 2008 hat Bohlen & Doyen Flüssiggas-Tanksäulen mit Coriolis-Massendurchflussmesser zur Marktreife entwickelt und unter Gebrauchsmusterschutz gestellt. Die solcherart ausgestatteten Zapfsäulen überzeugen durch präzises Messverfahren und einen nahezu wartungsfreien Betrieb. Bis dato hat Bohlen & Doyen etwa 30 Tankstellen für die Progas, Rheingas und Knauber realisiert, weitere 15 sind in Planung. „Damit fühlen wir uns dem DVFG verbunden“, so Projektleiter Sven Knitterscheidt, „und unsere Kunden können sicher sein, dass wir technisch und rechtlich immer auf dem neuesten Stand arbeiten.“
Zwei weitere Unternehmen wurden als außerordentliche Mitglieder aufgenommen, nämlich die Firmen KH Tank & Korrosionsschutz, Dortmund, und die Scharr Tec GmbH & Co. KG, Stuttgart. Gefragt nach dem Grund für den Beitritt zum DVFG sagt Christian Steger, Geschäftsführer der Scharr Tec: „Wir haben unsere Aktivitäten im Anlagenbau in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. Gerade im Flüssiggasbereich stellen wir immer wieder fest, dass es wichtig ist, nicht als Einzelkämpfer unterwegs zu sein. Ein starker Verband kann die gemeinsamen Interessen besser vertreten und liefert durch sein Netzwerk auch viele nützliche Informationen.
Regelwerksänderungen werden schon im Vorfeld für uns bekannt, bei Problemen mit Behörden können wir mit Unterstützung rechnen. Mit dem Einstieg in die Biogasbranche haben wir erfahren, wie stark auf der Erdgasseite der Verband DVGW ist. Gerade an der Schnittstelle von Biogas-Einspeiseanlagen mit Flüssiggaskonditionierung war es für uns wichtig, nicht vom DVGW-Regelwerk überrannt zu werden, sondern auch die Positionen der eigenen Branche zu vertreten. Was lag da näher, als über eine Mitgliedschaft beim DVFG nachzudenken?“ Eine rein rhetorische Frage. Auch angesichts steigender Mitarbeiterzahlen entschloss man sich bei Scharr Tec, nicht länger nur von der Mitgliedschaft der SCHARR KG zu profitieren, sondern selbst aktiv im Verband tätig zu werden: Das Unternehmen stellt zwei Leitsachverständige für den FSD.