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Familienbäckerei Kistenpfennig: Flüssiggas in der Großbäckerei


10.000 Kaisersemmeln und unzählige andere Backwaren verlassen tagtäglich die Produktionshallen der Großbäckerei Kistenpfennig GmbH & Co. KG bei München. Der Juniorchef schwört auf handwerkliche Qualität – und den effizienten Einsatz von Flüssiggas.

 

In der Vorweihnachtszeit ist die Leb­kuchenproduktion in vollem Gange: 15 verschiedene Sorten hat Kistenpfennig im Angebot – vom traditionellen Elisenleb­kuchen nach Hausrezept bis zu Neukreationen wie Lavendel oder Nugat. (Bild: Kistenpfennig)

Johann Kistenpfennig jun. (li.) leitet die Familienbäckerei zusammen mit seinem Vater (re.) und seinen beiden Schwestern. (Bild: Kistenpfennig)

Handwerkliche Qualität wird in der Traditionsbäckerei groß geschrieben. (Bild: Kistenpfennig)

Verwaltungstrakt und direkt angrenzende Produktionshallen in Fahrenzhausen. (Bild: Kistenpfennig)

In den beiden schrankartigen Waschanlagen werden die Plastik-Brotkisten heiß gespült und geschleudert. (Bild: Progas / Michael Herdlein)

In den Produktionshallen sind sieben je 70 kW starke flüssiggasbetriebene Backöfen im Einsatz. (Bild: Progas / Michael Herdlein)

Auch die Gaskocher werden mit Flüssiggas betrieben. (Bild: Progas / Michael Herdlein)

 

Die Familienbäckerei Kistenpfennig im Münchner Norden zählt zu den führenden Bäckereien und Kon­ditoreien der Region – mit 23 Fach­­geschäften, fast 500 Mitarbeitern und einem wöchentlichen Mehlverbrauch von 15 Tonnen. Trotz der Größe des Unternehmens legt die Firmenleitung Wert auf handwerkliche Qualität: Statt Backhilfsmittel und Fertigprodukte setzen die Bäcker und Konditoren hochwertige Zutaten ein und verrichten viele Arbeitsschritte per Hand. Juniorchef Hans Kis­ten­pfennig überzeugt sich regelmäßig selbst von dieser Qua­lität. Er teilt sich die Geschäftsführung mit ­seinem Vater und den beiden Schwestern. Zeit, selbst zu backen, bleibt ihm wenig. Dennoch ist es ihm wichtig, immer mal wieder Hand anzulegen, und sich selbst von den richtigen Abläufen zu überzeugen und den Mitarbeitern nahe zu sein.

Der Bürotrakt in Fahrenzhausen liegt direkt neben den 4.300 m2 umfassenden Produktionshallen. Und egal, wann er an den Öfen, Rührmaschinen, Gaskochern, Kühl-, Gefrier- und Garräumen vorbeiläuft: Es gibt kaum einen Zeitpunkt, zu dem er nicht auf Mitarbeiter trifft. Um 18 Uhr beginnen die Bäcker mit der Brotherstellung für den nächsten Tag. Ab Mitternacht wandern die Laibe der rund 20 Brotsorten sowie Brezen, Semmeln und andere Backwaren in die Öfen, während ein Stockwerk tiefer die Zubereitung der Snacks beginnt – belegte Baguettes, Sandwiches, Salate und andere Mittagspausen-Gerichte.

Um 4.30 Uhr brechen die LKW zur ers­ten Tour des Tages auf. Kurz darauf gehen die Lichter der Konditorei im Obergeschoss an, wo den ganzen Vormittag über Torten, Plätzchen, Lebkuchen und andere Köstlichkeiten entstehen. Etwas ruhiger wird es erst am Nachmittag, wenn die Produktionshallen gereinigt werden.

 

Flüssiggas-Tanks für Heizung, Warmwasser, Kocher und Öfen

Die permanente Betriebsamkeit hat auch mit einer Besonderheit des Unternehmens zu tun. Im Gegensatz zu manchen Wettbewerbern backt Kistenpfennig alle Waren in der Zentrale. „Das ist effizienter“, erklärt der Geschäftsführer, „weil wir dadurch in den Filialen keine Kühlflächen und Backöfen brauchen.“

Weil das Firmengelände nicht ans Erdgasnetz angeschlossen ist, nutzte Kistenpfennig zunächst Heizöl für die Back­öfen und mobile Gasflaschen für Kocher. Seit der Erweiterung durch einen Neubau 2019 setzt die Großbäckerei verstärkt auf Flüssiggas: Zwei unterirdische 6.400-l-Tanks – einer davon mit Verdampfer – liefern Energie für die Heizung, sieben je 70 kW starke Backöfen und einige Gaskocher.

Ein weiterer Gastank steht oberirdisch vor den Fenstern der Waschhalle. Mehrere Tausend Plastik-Brotkisten landen hier täglich in den beiden schrankartigen Waschanlagen, wo sie heiß gespült und in rotierenden Gitterkäfigen geschleudert werden. Das Gas aus dem 2700-l-Behälter erhitzt das Wasser auf 80 °C. „Ich bin zufrieden mit dem Flüssiggas“, sagt Hans Kistenpfennig. „Es ist günstiger als Öl und verbrennt sauberer, ist also umweltfreundlicher und weniger wartungsintensiv.

 

Flüssiggas-Tanklastwagen kommt einmal im Monat

Die unkomplizierte Energieversorgung – einmal im Monat füllt Versorger Progas die drei Tanks – ist für den Bäckermeister, der zusätzlich gelernter Konditor und Industriekaufmann ist, geschäftskritisch. Denn je reibungsloser der Tagesbetrieb läuft, desto mehr kann er sich mit seinem Team auf die Entwicklung neuer Produkte konzentrieren.

 

www.kistenpfennig.net
www.progas.de

 


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