Familienbäckerei Kistenpfennig: Flüssiggas in der Großbäckerei
10.000 Kaisersemmeln und unzählige andere Backwaren verlassen tagtäglich die Produktionshallen der Großbäckerei Kistenpfennig GmbH & Co. KG bei München. Der Juniorchef schwört auf handwerkliche Qualität – und den effizienten Einsatz von Flüssiggas.
Die Familienbäckerei Kistenpfennig im Münchner Norden zählt zu den führenden Bäckereien und Konditoreien der Region – mit 23 Fachgeschäften, fast 500 Mitarbeitern und einem wöchentlichen Mehlverbrauch von 15 Tonnen. Trotz der Größe des Unternehmens legt die Firmenleitung Wert auf handwerkliche Qualität: Statt Backhilfsmittel und Fertigprodukte setzen die Bäcker und Konditoren hochwertige Zutaten ein und verrichten viele Arbeitsschritte per Hand. Juniorchef Hans Kistenpfennig überzeugt sich regelmäßig selbst von dieser Qualität. Er teilt sich die Geschäftsführung mit seinem Vater und den beiden Schwestern. Zeit, selbst zu backen, bleibt ihm wenig. Dennoch ist es ihm wichtig, immer mal wieder Hand anzulegen, und sich selbst von den richtigen Abläufen zu überzeugen und den Mitarbeitern nahe zu sein.
Der Bürotrakt in Fahrenzhausen liegt direkt neben den 4.300 m2 umfassenden Produktionshallen. Und egal, wann er an den Öfen, Rührmaschinen, Gaskochern, Kühl-, Gefrier- und Garräumen vorbeiläuft: Es gibt kaum einen Zeitpunkt, zu dem er nicht auf Mitarbeiter trifft. Um 18 Uhr beginnen die Bäcker mit der Brotherstellung für den nächsten Tag. Ab Mitternacht wandern die Laibe der rund 20 Brotsorten sowie Brezen, Semmeln und andere Backwaren in die Öfen, während ein Stockwerk tiefer die Zubereitung der Snacks beginnt – belegte Baguettes, Sandwiches, Salate und andere Mittagspausen-Gerichte.
Um 4.30 Uhr brechen die LKW zur ersten Tour des Tages auf. Kurz darauf gehen die Lichter der Konditorei im Obergeschoss an, wo den ganzen Vormittag über Torten, Plätzchen, Lebkuchen und andere Köstlichkeiten entstehen. Etwas ruhiger wird es erst am Nachmittag, wenn die Produktionshallen gereinigt werden.
Flüssiggas-Tanks für Heizung, Warmwasser, Kocher und Öfen
Die permanente Betriebsamkeit hat auch mit einer Besonderheit des Unternehmens zu tun. Im Gegensatz zu manchen Wettbewerbern backt Kistenpfennig alle Waren in der Zentrale. „Das ist effizienter“, erklärt der Geschäftsführer, „weil wir dadurch in den Filialen keine Kühlflächen und Backöfen brauchen.“
Weil das Firmengelände nicht ans Erdgasnetz angeschlossen ist, nutzte Kistenpfennig zunächst Heizöl für die Backöfen und mobile Gasflaschen für Kocher. Seit der Erweiterung durch einen Neubau 2019 setzt die Großbäckerei verstärkt auf Flüssiggas: Zwei unterirdische 6.400-l-Tanks – einer davon mit Verdampfer – liefern Energie für die Heizung, sieben je 70 kW starke Backöfen und einige Gaskocher.
Ein weiterer Gastank steht oberirdisch vor den Fenstern der Waschhalle. Mehrere Tausend Plastik-Brotkisten landen hier täglich in den beiden schrankartigen Waschanlagen, wo sie heiß gespült und in rotierenden Gitterkäfigen geschleudert werden. Das Gas aus dem 2700-l-Behälter erhitzt das Wasser auf 80 °C. „Ich bin zufrieden mit dem Flüssiggas“, sagt Hans Kistenpfennig. „Es ist günstiger als Öl und verbrennt sauberer, ist also umweltfreundlicher und weniger wartungsintensiv.
Flüssiggas-Tanklastwagen kommt einmal im Monat
Die unkomplizierte Energieversorgung – einmal im Monat füllt Versorger Progas die drei Tanks – ist für den Bäckermeister, der zusätzlich gelernter Konditor und Industriekaufmann ist, geschäftskritisch. Denn je reibungsloser der Tagesbetrieb läuft, desto mehr kann er sich mit seinem Team auf die Entwicklung neuer Produkte konzentrieren.
www.kistenpfennig.net
www.progas.de






