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Erdbebengefahr: Fracking-Stopp in Großbritannien


Ein Erdbeben der Stärke 2,9 bei Preston New Road im August hatte die britische Firma Cuadrilla Resources veranlasst, die noch laufenden Fracking-Bohrungen auszusetzen. Nach Überprüfung der seismischen Aktivitäten in der Nähe des Bohrgebiets durch die Aufsichtsbehörde OGA (Oil and Gas Authority) verkündete Energieministerin Andrea Leadsom nun einen landesweiten Stopp für Fracking-Projekte.

 

Fracking: In Großbritannien bis auf Weiteres verboten. (Foto: AdobeStock)

 

Die Untersuchungsergebnisse zeigten, „dass wir weitere inakzeptable Konsequenzen für die örtliche Bevölkerung nicht ausschließen können“, begründete Leadsom das Moratorium. Es soll erst wieder aufgehoben werden, wenn überzeugende Beweise für die Unbedenklichkeit der Fördermethode erbracht werden können.

Die Bemühungen Großbritanniens, sich durch Förderung von Schiefergas unabhängiger von Erdgas-Importen zu machen, sind somit vorerst gescheitert. Umweltschützer und die britische Opposition begrüßten die Entscheidung gegen das umstrittene Verfahren.

Mit dem Verbot verliert die Labour-Partei kurz vor der Neuwahl am 12. Dezember ein wichtiges Argument im Wahlkampf gegen Fracking-Befürworter Boris Johnson.

 


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