Dr. Hans-Wolfgang Tyczka wird WLPGA-Ehrenmitglied
Dr. Hans-Wolfgang Tyczka, Ehrenmitglied des DVFG, ist auf der WLPGA-Tagung - dem World LP Gas Forum - in Shanghai zum Ehrenmitglied des Weltverbandes ernannt worden. "Flüssiggas"-Chefredakteur Dr. Martin Steffan sprach mit dem erfahrenen, profilierten Unternehmer über Hintergründe der Ernennung, Aufgaben des Weltflüssiggasverbandes und das Machtgefüge innerhalb der Organisation.
Sehr geehrter Dr. Tyczka, Sie sind zum Ehrenmitglied des WLPGA ernannt worden? In Anerkennung welcher Verdienste geschah das?
Dr. Tyczka: Ich habe mich einfach engagiert und gewisse Aktivitäten auf Weltverbandsebene entwickelt. Dabei habe ich u.a. mit Mitgliedern und dem Management des Verbandes diskutiert und kooperiert und Initiativen auf den Weg gebracht. Wichtig dabei war mir immer, dass man bei dem Verfolgen von Zielen und Ideen Menschen nicht auseinander - sondern zusammenführt. Gerade bei Arbeitsgemeinschaften, die ja auf ganz freiwilliger Basis gebildet werden, spielt Integration eine wichtige Rolle. Man kann nicht allein die Probleme schematisch abarbeiten, sondern muss vernünftige Lösungen suchen und ggf. auch darum ringen.
Wie sehen die Strukturen des Weltflüssiggasverbandes aus?
Dr. Tyczka: Der Verband wurde auf Initiative des Europäischen Flüssiggasverbandes (AEGPL), seines damaligen Präsidenten und vor allem der National Propane Association, also des Amerikanischen Flüssiggasverbandes, gegründet. Vorrangiges Ziel der Gründung war es damals, Flüssiggas weltweit bekannter zu machen und im Image anzuheben. Das Flüssiggasaufkommen beträgt heute weltweit rund 220 Mio. t, davon werden zirka 215 Mio. t abgesetzt.
Im Verlaufe der Jahre gab es natürlich innerhalb der Struktur des Weltverbandes Verschiebungen der Gewichte. Neben der Mitgliederversammlung und dem Vorstand wurde 1996 der "Industry Council" eingeführt. Auch der Managing Director in Paris hat an Gewicht gewonnen.
Was für Gremien gibt es und wie viele Mitarbeiter hat der WLPGA?
Dr. Tyczka: Im WLPGA zählen wir heute annähernd 150 Mitglieder aus ca. 50 Ländern der Welt. Sitz der Organisation ist Paris. Die Organisation des Verbandes bestand bisher aus der Generalversammlung, dem Vorstand (Board of Directors), dem engeren Vorstand (Executive Committee), einem Industrierat (Industry Council) und dem Aufsichtsrat (Advisory Board). Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, einem Schatzmeister und zwei Vizepräsidenten und weiteren acht Mitgliedern des Board of Directors. Der engere Vorstand (Executive Committee) bestand aus dem Präsidenten, einem Schatzmeister und zwei Vizepräsidenten und ein oder zwei weiteren Vorstandsmitgliedern. Der Industry Council mit einem Chairman, der auch dem Vorstand angehört, besteht aus 21 Mitgliedern. Mitglieder des Industry Council sind mehrheitlich global operierende Unternehmen, z.B. Shell, BP, Caltex, Total, SHV Gas. Und dann gab es den Advisory Board mit acht Mitgliedern. Die Arbeit des Verbandes wird im sogen. Generalsekretariat in Paris abgewickelt. Dem Sekretariat steht ein Managing Director vor, der von zwei weiteren Direktoren und vier bis fünf Mitarbeitern unterstützt wird.
(Das ausführliche Interview können Sie in der nächsten Print-Ausgabe der Flüssiggas verfolgen)
