Dr. Hans-Wolfgang Tyczka erinnert sich gut an die Spiele von 1972 - Mit Tatkraft und Energie die olympische Idee voranbringen
Franz Samuel, 1972 schon während des olympischen Fackellaufs von der olympischen Atmosphäre angesteckt, hatte damals die Idee, zusammen mit seinem Sohn bei der Fackelübergabe beim Sportverein im nahe München liegenden Ebenhausen die flüssiggasbetriebene olympische Flamme "anzuzapfen". Für diesen Zweck hatte er eine Wehrmachtslampe im Gepäck. Der Coup gelang: Nach der Fackelübergabe konnte Samuel seine Laterne mit dem olympischen Feuer entzünden. Damit konnte die Familie zu Recht stolz darauf sein, dass zu Hause das olympische Feuer bereits brannte, bevor der Läufer Helmut Zahn es offiziell entzündete. Bis heute hat Franz Samuel diese Flamme gehütet und versichert glaubhaft, dass das Feuer mit Rapsöl gespeist, in dieser Zeit nie ausgegangen ist.
6000 Handfackeln waren im Gepäck
Dr. Hans-Wolfgang Tyczka hatte bei seinem Besuch nun eine der 6000 Handfackeln im Gepäck, die in seinem Unternehmen eigens für den Fackellauf von Athen bis München entwickelt wurden, um sie zusammen mit Samuel nochmals mit der olympischen Flamme zu entzünden.
Die damals von dem Geretsrieder Gasversorger Tyczka und der Münchner Gloria Gas GmbH gegründete Firma Olympiagas entwickelte, lieferte und sponserte die mit Flüssiggas betriebenen Stadionfeuer in München, Augsburg und Kiel für 17 Tage sowie die Technik von 6000 Handfackeln. Außerdem betreute das Flüssiggasunternehmen den olympischen Fackellauf über eine Strecke von 6000 km – vom antiken Olympia in Griechenland bis zu den gut ausgebauten deutschen Sportstätten von Kiel bis München.
Als nun vor Kurzem das Feuer in Peking erlosch, da brannte das von 1972 im bayerischen Oberland also weiter. Für viele ist das nun ein interessantes Omen. Denn die Frage stellt sich dabei wie selbstverständlich: Werden die olympischen Winterspiele 2018 in München ausgetragen? Für Dr. Hans-Wolfgang Tyczka ist das keine Frage mehr: „Wir werden die Olympiabewerbung nach Kräften unterstützen und wollen mit innovativen Ideen das Feuer entzünden und am Brennen halten.“
Schülerolympiade wird ebenso unterstützt
Aber nicht nur das große Olympia liegt dem DVFG-Ehrenmitglied am Herzen.
Bei der Schülerolympiade, die das Geretsrieder Gymnasium 2008 im Isarau-Stadion ausrichtete, durfte das Olympische Feuer natürlich auch nicht fehlen. So lässt es sich das Unternehmen Tyczka nicht nehmen, den Fackellauf und das Olympische Feuer in diesem etwas kleineren Stadion ebenfalls zu betreuen.
Startpunkt des Fackellaufs war der Firmensitz von Tyczka Totalgaz in der Blumenstraße. Angefeuert wurden die Fackelläufer durch die Auszubildenden des Unternehmens. Nach weiteren sechs Übergabe-Stationen erreichte dann die Fackel das Stadion, wo
feierlich die große Feuerschale entzündet wurde.
Damit reihte sich die Veranstaltung ein in die vielen sportlichen, karitativen und besonderen Anlässe, bei denen der Fackellauf seine Wirkung nicht verfehlte, beispielsweise 1983, als es einen Lauf anlässlich des Papstbesuches von Johannes Paul II. gab, oder 2004 als ein Fackellauf die beiden ehemaligen Olympiastädte München und Berlin verbunden hat.
