DCC LPG erwirbt Linde-Tochter TEGA
DCC LPG, Teil der international operierenden Vertriebs-, Marketing- und Support-Service-Gruppe DCC plc mit Sitz in Dublin/Irland, vereinbarte mit der Linde AG den Erwerb der TEGA Technische Gase und Gasetechnik GmbH. Die Transaktion soll noch vor dem 31. März 2018, Ende des Geschäftsjahres von DCC, abgeschlossen werden. Ein Verkaufspreis wurde nicht genannt. DCC erklärte lediglich, dass mit dieser Transaktion ihre Übernahmeinvestitionen im laufenden Geschäftsjahr auf 630 Mio. GBP (rund 710 Mio. Euro) stiegen.
Als traditionsreicher Anbieter für Flüssiggas und Kältemittel zählt die TEGA insbesondere im süddeutschen Raum zu den bedeutenden Versorgungsunternehmen. Das Unternehmen, das in den 1950er-Jahren unter der Firmierung Hauke Schweißtechnik gegründet und 1959 von der Linde AG übernommen wurde, firmierte 1969 von der Hauke Propan GmbH zur TEGA – Technische Gase und Gasetechnik GmbH. Aktuell beschäftigt die TEGA rund 100 Mitarbeiter an fünf Standorten und erwirtschaftet einen Umsatz von c. 75 Millionen Euro. Das Unternehmen beliefert ca. 15.000 Haushalts- und Gewerbekunden mit rund 35.000 t LPG jährlich. Mit einem flächendeckenden Netz von über 200 Vertriebsstellen deutschlandweit ist die TEGA zudem führend im Vertrieb von Kältemitteln für den Einsatz in Klimaanlagen, gewerblichen Kühlsystemen und Kühlschränken. Das Geschäft war innerhalb der Linde Group eigenständig und soll auch nach der Übernahme durch DCC von dem bestehenden Management-Team geführt werden.
"Die Akquisition von TEGA wird DCC LPG eine Plattform im großen, relativ fragmentierten deutschen LPG-Markt verschaffen und ihre Position auf dem LPG-Markt in Europa weiter stärken," sagte Donal Murphy, Geschäftsführer von DCC plc. "Darüber hinaus bietet sie DCC den Einstieg in den Markt für Kältemittel und eine Angebotserweiterung, nachdem wir bereits mit medizinischen Gasen und Aerosolen handeln. Wir freuen uns sehr, das Management und die Mitarbeiter von TEGA in der DCC-Gruppe begrüßen zu dürfen.
Über die DCC
Laut Website ist DCC "ein ehrgeiziges und unternehmerisches Unternehmen, das in 15 Ländern tätig ist und Produkte und Dienstleistungen anbietet, die täglich von Millionen von Menschen in ganz Europa genutzt werden. Der Aufbau von starken Marktzugängen, die Erzielung von Ergebnissen, die Konzentration auf Cash-Conversions und die Erzielung überlegener nachhaltiger Renditen auf das eingesetzte Kapital ermöglichen es uns, in unser Geschäft zu investieren und einen Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen." DCC plc hat ihren Hauptsitz in Dublin/Irland. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Geschäftsbereiche:
• DCC LPG: Verkauf und Marketing von Flüssiggas in Europa, mit einem sich entwickelnden Endkundengeschäft mit Erdgas;
• DCC Retail & Oil: Verkauf, Marketing und Vertrieb von Kraftstoffen, Heizölen und verwandten Produkten und Dienstleistungen in Europa;
• DCC Healthcare: Produkte und Dienstleistungen für Gesundheitsdienstleister und Inhaber von Gesundheits- und Schönheitsmarken; und
• DCC Technology: europäischer Vertriebs-, Marketing- und Servicepartner für globale Technologiemarken.
DCC LPG ist derzeit in sieben Ländern in Europa tätig und hat nach eigenen Angaben führende Marktpositionen in Frankreich, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden und den Niederlanden. Darüber hinaus strebt DCC eine bedeutende Präsenz auf dem globalen LPG-Markt an. Die Übernahme von Shells LPG-Geschäft in Hongkong und Macau für einen Unternehmenswert von 1,165 Mrd. HKD (ca. 135 Mio. Euro) im April 2017 war ein erster Schritt von DCC, um das Geschäft außerhalb Europas aufzubauen. Damit hat sich das Unternehmen eine tragfähige Ausgangsbasis für die Entwicklung auf dem wachsenden LPG-Markt in Asien gesichert. In den USA verhilft die Akquisition von Retail West im November 2017 (die ihr Geschäft unter den drei bekannten regionalen Marken Hicksgas, Pacer Propane und Propane Central sowie einer Reihe kleinerer lokaler Marken führt) DCC zu einer ebenso substanziellen wie qualitativ hochwertigen Präsenz mit führenden Marktpositionen in einer Reihe von Staaten, darunter Illinois, Indiana und Kansas und sieben weiteren Staaten im mittleren und nördlichen Westen der USA. Auch diese Transaktion soll voraussichtlich am 31. März 2018 abgeschlossen sein.
