Davon träumen Benzinkunden
Einmal volltanken – und dann nur rund 35 Euro zahlen. So etwas hat der Benzinkunde schon seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt. Für einen Autogas-Fahrer hingegen ist das völlig normal: Er spart bei jeder Tankfüllung bares Geld – und zahlt am Ende nur die Hälfte.
Dieser große Preisvorteil gegenüber Benzin – und inzwischen auch gegenüber Diesel – ist die Erklärung dafür, dass die Zahl der LPG-Fahrzeuge seit Jahren stetig wächst. Rund 450.000 Pkw nahezu sämtlicher Marken und Modelle sind es inzwischen, die für den günstigen Kraftstoff-Betrieb gerüstet sind – entweder direkt ab Werk oder durch den nachträglichen Einbau einer Autogasanlage, die heute oft nicht mehr als 2.000 Euro kostet.
Auch jenseits der Grenzen haben Autogas-Fahrer freie Fahrt
Unterdessen wird das Tankstellennetz weiter ausgebaut. Nach Informationen des Anbieters Rheingas sind es aktuell mehr als 6.000 Stationen, davon rund 100 an den Autobahnen. Somit ist bundesweit eine flächendeckende Versorgung mit dem Kraftstoff sichergestellt, die sich auch jenseits der Grenzen fortsetzt, so vor allem in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Polen, Tschechien und Italien. Auch in Österreich und der Schweiz ist eine Grundversorgung für Touristen und Transitreisende gewährleistet. Insgesamt sind es derzeit 30.000 Tankstellen in Europa, an denen rund sechs Millionen Fahrzeuge betankt werden.
Der Grund für die niedrigen Tankstellenpreise liegt im deutlich reduzierten Mineralölsteuersatz, mit dem das Gasgemisch aus Propan und Butan noch bis mindestens Ende 2018 von der Bundesregierung gefördert wird – weil es rund 15 Prozent weniger CO2 erzeugt als Benzin. Dank seiner hohen Klopffestigkeit ist LPG zudem frei von Additiven und verbrennt nahezu rückstandsfrei. Und aufgrund der hohen Oktanzahl von 110 sorgt Autogas für eine angenehme Laufruhe, schont den Motor, verlängert so dessen Lebensdauer und steigert am Ende auch noch den Wiederverkaufswert.
