Autogas-Nachrüstsystem
Die TWINTEC AG, Königswinter, hat sich in der Auf- und Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich mit moderner Abgastechnik einen Namen gemacht. Mit TWINfuel präsentierte das Unternehmen nun erstmals auf der Internationalen Automobilmesse AMI ein Autogas-Nachrüstsystem, das ähnlich wie die Gasanlagen der Hersteller Vialle und ICOM auf Verdampfer verzichtet und das Gas flüssig einspritzt. Die Markteinführung ist für die zweite Hälfte des Jahres 2010 geplant.
TWINfuel wurde in Kooperation mit einem der weltweit größten unabhängigen Entwicklungsdienstleister für Verbrennungsmotoren und Fahrzeugtechnik, der FEV Motorentechnik GmbH mit Hauptsitz in Aachen entwickelt. Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, ist man derzeit mit der Homologation beschäftigt.
Sowohl die einzelnen Komponenten wie auch das ganze¬TWINfuel-System werden derzeit einem umfangreichen Test-, Validierungs- und Zertifizierungs-Procedere gemäß der ECE-Regelungen 67 und 115 (Systemprüfung) unterworfen.
Wunder darf man indes aus Königswinter auch nicht erwarten: Das Problem der Direkteinspritzer haben die Ingenieure von TWINTEC ebenso wenig gelöst wie andere Hersteller. Dennoch hofft der neue Hersteller von Gaskomponenten mit seinem langfristig angelegten Geschäftsmodell, durch die Flüssigeinspritzung den Herausforderungen der Zukunft, insbesondere der strengeren Abgasnormen, besser gewachsen zu sein. Für die etablierten Hersteller von Gasanlagen könnte hier aber eine durchaus ernst zu nehmende Konkurrenz heranwachsen, denn TWINTEC eilt insbesondere aus der Abgasnachbehandlung in der Branche ein guter Ruf voraus. Insbesondere dürfte aber, wenn das ehrgeizige Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, der Eindhovener Hersteller Vialle um Marktanteile fürchten müssen.
