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Autogas Motorsport behauptet sich beim VLN-Saisonhighlight


Auch der Autogas Focus ST lief auf dem Nürburgring zu großer Form auf.

 

210 Starter, 46000 Zuschauer, volles Feld beim Saison-Highlight auf dem Nürburgring. Bei sommerlichen Temperaturen zeigten die Teilnehmer die richtige Power um das Highlight der Langstreckensaison erfolgreich bestreiten zu können. Schon im Zeittraining am Samstagmorgen zeigte es sich bei Autogas Motorsport und dem über 300 PS starken Ford Focus ST, dass sich die vielen, kleinen Entwicklungsschritte von Böckmann Renntechnik in positiven Zeiten niederschlugen. Obwohl das Team immer noch auf die neue Sperrdifferentialentwicklung von Drexler wartet, bestätigten die Piloten Sven Böckmann (Dormagen), Dirk Kremp und Martin Uhler (beide Köln) dem Focus eine stabilere Hinterachse und damit mehr Ruhe auf der Hinterhand. "Wir konnten das teilweise bissige Heck stabilisieren, hier zeigten die Entwicklungen von Böckmann Renntechnik und Fahrwerkspartner KW deutliche Fortschritte", so Dirk Kremp vor dem Rennen.
Drei Kraftstoffarten beherrschten beim Highlight der Saison die große, alternative Klasse. Autogas, Bio-Ethanol und eine Reihe an Diesel-Fahrzeugen hatten sich eingefunden, um den Sieg untereinander auszumachen. Im sechs Stunden dauernden Marathon bewährte sich Team und Material tadellos. Lediglich Kampfspuren am Heck und der Seite, infolge zweier unverschuldeter Rempler im Turn von Sven Böckmann, zieren jetzt den auffällig gelb-weiß lackierten Autogas Boliden. "Am Adenauer Forst ist mir jemand ins Heck gefahren und später hatte ich ein kleines Missverständnis mit einem Porsche beim überrunden", so der Kfz-Meister in Ford Diensten später.
Mit Rang fünf in der hart umkämpften Klasse SP11 stand zuletzt unter den gegebenen Bedingungen ein zufriedenstellendes Ergebnis zu Buche, das fehlende Sperrdifferential allerdings hätte für eine bessere Platzierung sorgen können. "Wir haben genügend Leistung, die Prins-Gastechnik funktioniert perfekt, der Gassupport von Rheingas könnte besser nicht sein und die Yokohama-Reifen geben ihr bestes die 410 Nm auf die Straße zu bringen. Allerdings sorgt die fehlende Sperre für durchdrehende Räder, so dass wir die Leistung in den Kurven einfach nicht, wie gewollt, auf den Boden bringen", so Dirk Kremp nach dem Rennen. Aufmerksame Zuschauer aus dem Bereich der Grand Prix Strecke bezeichneten den gelb-weißen Focus schon als "Gelbe Zigarette mit Qualm in jeder Ecke".
Doch Böckmann Renntechnik feilt auch weiterhin an der Entwicklung des schnellen Focus. "Wir sind auf einem guten Weg, das heutige Ergebnis spricht für sich", beschreibt Teamchef Klaus Böckmann das Test- und Entwicklungsjahr. Mit der schnellsten Runde von 10:06.164 Min, durchbrach das Team erstmals die bisherige 10:10 Minuten Schallgrenze und arbeitet sich damit konstant weiter nach vorne. In zwei Wochen folgt mit dem 39. ADAC Barbarossapreis das nächste Vier-Stunden-Rennen auf dem Nürburging.

 


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