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AMI 2009 in Leipzig - Autogas-Sektor verselbstständigt sich


Auch wenn der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) in diesem Jahr nicht mit einem großen Gemeinschaftsstand vertreten sein wird, wird das Thema Autogas wieder groß im Rennen sein. Angemeldet haben sich laut Ausstellerliste bis zum 20. Januar mindestens 22 Firmen, die Autogas-Fahrzeuge, Gasanlagen oder sonstiges Equipment rund um den Alternativkraftstoff liefern.

 

Die TEGA aus Würzburg (im Bild links mit Alfred Endres) und P&A aus Salzgitter (hier mit Klaus Dietrich).

 

Die meisten Firmen sind aus den vergangenen Jahren bekannt und stellen ihre bewährten Autogas-Produkte aus. Bei den Gasanlagen-Importeuren stellen aus: Tartarini Deutschland, die niederländische Vialle Alternative Fuel Systems B.V., Autogastechnik Triptis (Zavoli-Anlagen), Autogas Mulsow (Teleflex-Anlagen), Autogas Technik Konrad Fisahn (ICOM-Anlagen), die E-con GmbH aus Bad Oeynhausen (Generalimporteur für Emmegas-Anlagen), Gunnar Adam Services (Prins-Anlagen) und Voltran Deutschland (Voltran-Anlagen).
Zudem wird der weltweit größte Gasanlagenproduzent Landi Renzo (Landi Renzo-, Lovato-Anlagen) aus dem italienischen Cavriago direkt auf der Messe mit einem Stand Präsenz zeigen.

Andere noch nicht etablierte Firmen wie Europspar (Verkauf mehrerer Anlagentypen) oder das Auto-Gaz Centrum aus dem polnischen Jedlnia Letnisko sind ebenfalls mit einem kleinen Stand vertreten. Mit dem Autohaus Linke wird ein deutsches Autohaus mit Umrüstwerkstätten polnische Solaris-Anlagen präsentieren.
Zusätzlich werden sich auch die Additiv-Hersteller wieder unter die Stände mischen. Dabei sein wird GMS Europe B. V., die bereits auf der DVFG-Herbstarbeitstagung dabei waren und auf der AMI ihr bewährtes Flash Lube-Additiv zeigen werden.
Ebenfalls auf der Messe werden P&A und die FAS Flüssiggas-Anlagen GmbH mit ihrem bewährten Autogas-Tankanlagen-Equipment versuchen, neue Kunden zu gewinnen und alte Kontakte zu pflegen.
Welche Rolle in der Autogas-Stände-Landschaft auf der Messe in diesem Jahr die Versicherungen spielen werden, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

 

Neben den Gasanlagen-Importeuren werden sicher die Auto-Produzenten wieder im Focus des Interesses stehen.
Neben den bewährten Marken Chevrolet und Subaru, die fast alle Fahrzeuge optional mit Autogas-Antrieb ausrüsten werden, kommen Citroën, Kia und vor allem Lada mit mehreren entsprechenden Fahrzeugen zur Messe.
Zum Highlight, dass aber nach VW-Angaben nicht mit Sicherheit ausgestellt wird, könnte der Golf VI avancieren, der für Ende März mit Autogas-Werksanlage auf den deutschen Markt kommen soll.
Für Hanns Richard Hareiner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verbandes Flüssiggas (DVFG), „hat sich die AMI zur ersten Adresse für die Präsentation von alternativen Antriebsarten entwickelt. Überdurchschnittlich viele Besucher nutzen die Möglichkeit, sich mit dem Thema Autogas zu beschäftigen.“
Auch AMI-Projektdirektor Matthias Kober ist mittlerweile auf den Alternativkraftstoff sehr aufmerksam geworden. Er erwartet bis Messebeginn weitere Anmeldungen aus der Branche: Aktuell (20. Januar 2009) habe man bereits deutlich mehr Fläche an Autogas-Firmen vermietet als zur AMI 2008.
Die Bundesregierung fördert Autogas mit einem niedrigen Mineralölsteuersatz an der Tankstelle. Im Energiesteuergesetz (EnergieStG) vom 15. Juli 2006 ist diese Vergünstigung verankert. Der verminderte Steuersatz gilt auf Basis dieses Rechtsaktes bis zum 31.Dezember 2018.

Geschichte der Autogas-Entwicklung
Als der Alternativ-Kraftstoff Autogas sich auf der AMI 2004 erstmals mit einem großen Gemeinschaftsstand präsentierte, waren auf deutschen Straßen gerade einmal 30000 flüssiggasbetriebene Fahrzeuge unterwegs. Für ihre Betankung standen knapp 600 öffentlich zugängliche Autogas-Stationen zur Verfügung. Die finanziellen und ökologischen Produktvorteile sorg-ten in den folgenden Jahren für eine große Marktdynamik: Bis heute haben sich in Deutschland mehr als 285.000 Autofahrer für diese schadstoffarme Antriebstechnologie entschieden. Damit ist Autogas in Deutschland Marktführer bei den alternativen Kraftstoffen.
In den vergangenen Jahren hat sich die AMI zunehmend als attraktive Premierenmesse profiliert: 2009 sind erneut über 100 Premieren sowie zahlreiche Sondermodelle, Studien und Concept Cars avisiert. Ein weiterer Höhepunkt im Messeprogramm: 2009 werden die Pkw-Aussteller erneut Probefahrten in rund 100 aktuellen Modellen anbieten.

Auf der 12. AMITEC (28. März bis 01. April 2009) zeigen über 270 Aussteller ihre Neuheiten und aktuellen Angebote an Produkten und Leistungen für die Bereiche Wartung, Pflege, Service und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

 


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