7. TÜV Nord Flüssiggassymposium
Aus der Reihe der hochkarätigen Fachveranstaltungen für die Flüssiggasbranche ist das vom TÜV Nord veranstaltete Flüssiggassymposium kaum noch wegzudenken. Gut 130 Interessierte – so viele wie nie zuvor – waren der Einladung in die Zeche Zollern gefolgt.
Zur Eröffnung war der Veranstaltungsraum bis auf den letzten Platz besetzt. Im Verlauf des Tages drehte sich alles um das Thema „Lagerung und Verwendung von Flüssiggas“. In verschiedenen Referaten erhielten die Teilnehmer praxisrelevante Informationen zur Umsetzung der novellierten Betriebssicherheits-Verordnung (BetrSichV) und der TRBS 3151; unter anderem bezogen auf den Brand- und Explosionsschutz an Flüssiggasbehältern an Gastankstellen. Ebenfalls auf der Agenda: Das Prüfkonzept für die wiederkehrende Prüfung von erdgedeckten Flüssiggasbehältern (VdTÜV-Merkblatt 373); Gefährdungsbeurteilung und Betreiberpflichtenmanagement zur novellierten BetrSichV sowie die überarbeitete Fassung des Kommunikationshandbuchs „Beleglose Prüfabwicklung von Flüssiggasbehältern“. Aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich Autogas rundeten das Programm ab.
Trotz der eng getakteten Vorträge hatten die Teilnehmer reichlich Zeit zum Networking im Foyer des einstigen Magazins der Zeche Zollern. Schade nur, dass es keine Gelegenheit gab, die Anlage in einem geführten Rundgang zu erkunden. Sie gilt als eins der außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland und es ist heute kaum noch vorstellbar, dass sie nach der Stilllegung in den 1960er-Jahren abgerissen werden sollte. Die Sanierung der Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal 1969 rettete nicht nur die gesamte Anlage, sondern markiert gleichzeitig auch den Beginn der Industriedenkmalpflege in Deutschland.
