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DVFG Gründungsmitglied der dena-Initiative Global Alliance Power Fuels

21.09.18 - 15:19 Uhr
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und Partner aus der Industrie haben die Global Alliance Power Fuels gestartet. Das international ausgerichtete Bündnis verfolgt das Ziel, globale Märkte für synthetische Kraft- und Brennstoffe auf Basis erneuerbarer Energien zu erschließen. Der Deutsche Verband Flüssiggas e.V. (DVFG) zählt zu den Gründungsmitgliedern der neuen Initiative, die unter anderem internationale Märkte für Power Fuels und die Rahmenbedingungen für ihren Einsatz in verschiedenen Bereichen und Sektoren analysieren will.

Zur Beteiligung des deutschen Flüssiggasverbandes an dieser Initiative äußert sich der DVFG-Vorsitzende Rainer Scharr wie folgt: "Mit seinem Engagement als Partner der ,Global Alliance Power Fuels' unterstreicht der DVFG, dass Flüssiggas langfristig eine Rolle im Energieträgermix spielen wird. BioLPG ist bereits am deutschen Markt vertreten. Jetzt geht es darum, frühzeitig präsent zu sein und die Anliegen unserer Branche einzubringen, wenn ein breites Bündnis die Rahmenbedingungen für den Einsatz synthetischer Kraft- und Brennstoffe diskutiert und den Weg für einen Zukunftsmarkt ebnet."

Power Fuels sind synthetische, gasförmige oder flüssige Kraft- und Brennstoffe, die mithilfe von erneuerbaren Energien erzeugt werden. Die Umwandlungsverfahren sind bekannt unter Begriffen wie Power to Gas (Strom zu Gas) und Power to Liquid (Strom zu Flüssigkeit). Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: als Kraftstoff im Verkehr, als Brennstoff zur Erzeugung von Wärme und Strom oder als Grundstoff in der chemischen Industrie. Power Fuels lassen sich – anders als Strom – flexibel speichern und transportieren.

Power Fuels sind zum Beispiel im Verkehr oder in der chemischen Industrie für eine weitreichende Einsparung von Treibhausgasen erforderlich. Im Jahr 2050 können sie allein in Deutschland einen Bedarf von 150 bis 900 Terawattstunden abdecken – insbesondere in Anwendungsbereichen, die sich durch eine direkte Nutzung erneuerbaren Stroms nicht oder nur schwer von Emissionen befreien lassen, so ein Ergebnis der im Juni veröffentlichten dena-Leitstudie Integrierte Energiewende.

Das Auftakttreffen der Global Alliance Power Fuels fand am 19. September in Berlin statt. Teilnehmer waren Unternehmen und Verbände aus den Branchen Energie und erneuerbare Energien, Automobil und Luftfahrt, Chemie und Mineralöl, Maschinen- und Anlagenbau, Versicherung und Finanzen; neben dem DVFG unter anderem Daimler AG, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ENERTRAG AG, IWO Institut für Wärme und Oeltechnik e. V., Robert Bosch GmbH, Uniper Kraftwerke GmbH und UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V.

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