Höhere Heizkosten durch CO2-Zertifikate ein Grund für Energiewechsel
03.12.11 - 09:32 Uhr
Sollte die Bundesregierung durch CO2-Abgaben für Brennstoffe die
Energiepreise verteuern, könnten viele Deutsche zum Heizen auf
sauberere Energieträger umschwenken. Zu diesem Ergebnis
kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Primagas,
einem der führenden Flüssiggasversorger in Deutschland.
58 Prozent der Deutschen sehen in durch CO2-Zertifikate verteuerten
Energiepreisen einen guten Grund, um auf einen neuen CO2-ärmeren
Energieträger umzusteigen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des
Flüssiggasversorgers Primagas in Zusammenarbeit mit dem
Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid. Hintergrund: Laut
übereinstimmenden Medienberichten prüft die Bundesregierung derzeit,
Brennstoffe künftig mit einer CO2-Abgabe zu belegen. Händler müssten
dann über CO2-Zertifikate Verschmutzungsrechte erwerben und könnten
die dadurch anfallenden Kosten an Privatkunden weitergeben. Je höher
die CO2-Emissionen eines Brennstoffs sind, desto mehr müssten die
Verbraucher dann bezahlen.
Hohe Wechselbereitschaft in der Bevölkerung
Die Umfrage zeigt, dass in diesem Fall über alle Altersklassen der
Bevölkerung hinweg viele Menschen bereit wären, auf einen
emissionsärmeren Brennstoff umzuschwenken. Das gilt vor allem für
junge Menschen: In der Gruppe bis 29 Jahre erwägen 70 Prozent der
Befragten die Umstellung auf eine sauberere Heizenergie, sollten die
CO2-Zertifikate eingeführt werden. Wenig überraschend ist, dass die
geringste Wechselbereitschaft auf die Gruppe der über 60-Jährigen
entfällt. Doch selbst dort liegt sie immer noch bei 45 Prozent.
Bei der geographischen Betrachtung fällt auf, dass sich die regionalen
Ergebnisse der Umfrage stark unterscheiden. Während sich in den
Bundesländern Sachsen und Thüringen 42 Prozent der Befragten einen
Wechsel des Energieträgers vorstellen können, sind dies in Hessen,
Rheinland-Pfalz sowie im Saarland sogar 73 Prozent.
Eine effiziente und saubere Möglichkeit Emissionen zu verringern, ist
Flüssiggas. Verglichen mit Heizöl erzeugt umweltschonendes
Flüssiggas rund 15 Prozent weniger CO2. Damit gehört Flüssiggas zu
den CO2-ärmsten fossilen Energieträgern überhaupt, es verbrennt fast
rückstandsfrei und produziert beim Heizen kaum Ruß, Asche oder
Feinstaub. Auf diese Weise sinken die Wartungs- und Reinigungskosten
für Flüssiggasheizungen spürbar.
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