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Erste Flüssiggas-Tankstelle für Boote in Berlin-Spandau eröffnet

20.06.11 - 08:34 Uhr
Die Firma Inselgas hat am Donnerstag, 16. Juni 2011, am Kanal zur Oberhavel im Stadtteil Spandau die erste öffentliche Bootsgas-Tankstelle eröffnet. Für die Planung und Errichtung zeichnet die Dortmunder PROGAS verantwortlich.

Für das so genannte „Bootsgas“ oder „LPG“ sprechen viele Argumente. Zum Beispiel ist die Flüssiggasmischung Propan und Butan ebenso leistungsstark wie Benzin und kostet dabei gerade einmal rund die Hälfte. Skipper, die Bootsgas tanken, schonen außerdem die Umwelt. „Das Bootsgas kommt sowohl dem Verbraucher als auch dem Gewässerschutz zu Gute. Vor diesem Hintergrund leisten wir heute Pionierarbeit für eine wichtige Zukunftstechnologie“, erklärt Klaus Halank, Verkaufsingenieur von PROGAS. Flüssiggas verbrennt nahezu ohne Rückstände, im Vergleich zu Benzin oder Diesel entstehen weitaus weniger Schadstoffemissionen. Weil Umweltschäden beim Betanken der Boote praktisch unmöglich sind, dürfen Tankstellen dieser Art sogar in Natur- und Wasserschutzgebieten aufgestellt werden.

Michael Koller, Inhaber der Firma Inselgas und zugleich Spezialist für die Umrüstung von benzinbetriebenen Booten auf den Antrieb mit Bootsgas, ergänzt: „Gegenüber einem Benzinantrieb besteht kein Leistungsverlust. Das Bootsgas ermöglicht vielmehr die volle Durchzugskraft und Beschleunigung.“ Wer in seiner Werkstatt ein Boot auf den bivalenten Antrieb umstellen lässt, spart nicht nur viel Geld beim Tanken: Er verdoppelt auch annähernd die Reichweite, weil ein einfaches Umschalten zwischen Benzin und Bootsgas möglich ist. „Die Kosten für eine Gasumrüstung amortisieren sich in der Regel bereits nach 100 bis 150 Betriebsstunden“, so Koller, der über eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich verfügt und neben 25 Booten bereits mehrere Hundert Autos mit dem alternativen Antrieb ausgestattet hat. Die Betriebsarten lassen sich jederzeit manuell umschalten. Dabei schont das Flüssiggas den Motor und senkt dadurch die Kosten für Reparaturen. Der Stahltank und die ausgeklügelte Technik garantieren höchste Sicherheit. Zu den ersten Nutzern des alternativen Kraftstoffs gehört die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Berlin.

An immer mehr Standorten in Deutschland entstehen neue Tankstellen für den preisgünstigen und umweltschonenden Kraftstoff. An der Ostsee errichtet die PROGAS zurzeit ein flächendeckendes Versorgungsnetz für Bootsgas. Drei von fünf geplanten Standorten hat der Flüssiggasversorger entlang der Küste in Neustadt/Holstein, Kröslin und Neuhof bei Stralsund bereits realisiert. In wenigen Monaten wird zudem die zweite PROGAS-Bootsgastankstelle am Bodensee eröffnen.

Sowohl Skipper als auch Autofahrer können auf lange Sicht mit stabil niedrigen Preisen und einer sicheren Versorgung kalkulieren. Zum einen schreibt das Energiesteuergesetz mindestens bis zum Jahr 2018 die steuerliche Begünstigung des alternativen Kraftstoffs vor. Zum anderen sind Lieferengpässe im Vergleich zu Öl, Benzin und Erdgas undenkbar: Die weltweiten Ressourcen von Flüssiggas werden noch auf lange Sicht bestehen und es gibt keine Abhängigkeit von einem oder wenigen Großlieferanten. Große Flüssiggasversorger wie PROGAS sichern die Versorgung im gesamten Bundesgebiet mit einer leistungsstarken Lager- und Transport-Logistik.

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