Mittwoch, 23. Januar 2019 Camping und Freizeit
 
Diese Seite drucken

Autogas wird Thema für Reisemobile - Caravan Salon entdeckt neue Flüssiggas-Anwendungen

04.03.09 - 07:41 Uhr
Flüssiggas im Reisemobil kennt man eigentlich nur in Flaschen - als Energieträger für Heizung, Kocher und Kühlschrank. Doch seit Dieselkraftstoff das Preisniveau von Benzin erreicht hat, wird Autogas auch in dieser Branche interessant. Einer Branche, die jahrzehntelang vom Diesel als Kraftstoff beherrscht war. Dabei schwinden die Grenzen. Hier Kraftstoff, da Brennstoff - das ist überflüssig, weil auch Autogas zum Heizen und Kochen genutzt werden kann. Und noch etwas Interessantes: Der Flaschenwechsel, der nachts und bei Minusgraden anstand, gehört der Vergangenheit an.

Flüssiggas hält sogar Einzug in die Stromerzeugung. Truma hat auf dem Düsseldorfer Caravan Salon – der Leitmesse weltweit – die schon lange angekündigte Brennstoffzelle jetzt in der Praxis vorgestellt (die Fachzeitschrift „Flüssiggas“ berichtete hierüber bereits in der Ausgabe 5/2006). Rund 100 g Gas pro Stunde erzeugen 220 bis 240 W Leistung bei 12 V. Damit wird zunächst die Bordbatterie geladen, überschüssige Energie wird gegebenenfalls direkt an Verbraucher wie Lampen weitergegeben. Zurzeit würde die Brennstoffzelle rund 4000 Euro kosten. Wie viel es ab dem kommenden Jahr in einer Großserienfertigung sein wird, konnte Andreas Schiegl, Abteilungsleiter Brennstoffzellensysteme bei Truma, noch nicht sagen. Der Preis werde aber ganz sicher vierstellig sein. Dies ergebe sich schon aus den hochwertigen Komponenten im Innern des grauen Minikraftwerkes.

Hochschule entwickelte „leises“ Gehäuse
Extrem leise ist der Stromerzeuger TEC 29, den Dometic in Zusammenarbeit mit Goldschmitt techmobil sowie Niesmann + Bischoff erstmals mit Flüssiggas vorgestellt hat. Ganz 45 db(A) werden bei der Stromerzeugung emittiert, was der Lautstärke einer normalen Unterhaltung entspricht. Erreicht wird dieser niedrige Wert durch ein spezielles Gehäuse, das eigens von Prof. Dr. Bernd Heidemann von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes entwickelt wurde.
Neben der Geräuschreduzierung wurde besonderes Augenmerk auf wenig Abgase gelegt. Durch eine neue Steuerelektronik und einen Katalysator konnten die Emissionen laut Dometic auf nahezu Null reduziert werden. Der Verbrauch soll um mehr als 20% gegenüber herkömmlichen Gas-Generatoren reduziert worden sein. Wie viel das konkret ist, weiss Dometic-Sprecher Steffen Gross noch nicht, da der Prototyp erst ganz kurz vor dem Caravan Salon fertig geworden war. In der Benzinversion verbraucht der TEC 29 jedenfalls 1,2 l Normalbenzin pro Stunde.
Der Gasgenerator für 230 V Wechselspannung – der mit Maßen von 480 x 385 x 290 mm bequem in größere Wohnmobile fest eingebaut werden kann – hat eine Dauerleistung von 2600 W und eine Maximalleistung von 2900 W. Damit sei es möglich, nahezu alle elektrischen Verbraucher im Wohnmobil einschließlich der Klimaanlage ohne zeitliche Einschränkung zu nutzen, verspricht Dometic.

<< Erste < Vorherige 1 2 3 Nächste > Letzte >>
Diesen Artikel bewerten Diesen Artikel bewerten

Übermittlung Ihrer Stimme...

Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet! Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.

Flüssiggas Ausgaben
Aktuelle Ausgabe
Alternativer text
Alternativer text
Box Bottom