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Fahrzeug-Neuzulassungen 2016: Verkehrswende im Stau

06.01.17 - 18:50 Uhr
Die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zu den Neuzulassungen 2016 zeigen nach Ansicht des Deutschen Verbandes Flüssiggas e.V. (DVFG): Der fehlende politische Rückhalt für emissionsarme Gasantriebe verhindert, dass ihr Potenzial für die Verkehrswende ausgeschöpft wird. Rückläufige Neuzulassungen bei reinen Elektrofahrzeugen und ein Zuwachs bei Hybriden lassen zudem auf geringes Vertrauen in die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge schließen.

Laut dem aktuellen Neuzulassungsbarometer des KBA wurden im vergangenen Jahr 2990 Autogasfahrzeuge zugelassen. 2015 waren es noch 4716 Neuzulassungen – dies bedeutet einen Rückgang von 36,6 %. Bei Erdgasfahrzeugen sank die Zahl der Neuzulassungen im gleichen Zeitraum sogar um 38,7 %.

"Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Der fehlende politische Rückhalt für Gaskraftstoffe verunsichert die Verbraucher", kommentiert der erste stellvertretende Vorsitzende des DVFG Jobst-Dietrich Diercks. Die Politik habe die Verlängerung des Steuervorteils für Gaskraftstoffe entgegen aller Ankündigungen immer noch nicht verabschiedet. Zudem sehe der Entwurf aus dem Bundesfinanzministerium für Autogas nur eine auf drei Jahre befristete Verlängerung der steuerlichen Begünstigung vor. "Dies wird dem Beitrag, den der emissionsarme Alternativkraftstoff Autogas zur Verkehrswende leisten kann, nicht gerecht," so Diercks.

Währenddessen unterstreichen die Neuzulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen, dass eine allein auf Ökostrom fokussierte Energiewende auch im Verkehrsbereich kurz- und mittelfristig kein gangbarer Weg ist: Elektrofahrzeuge verzeichnen trotz Kaufprämie im Vergleich der Jahre 2015 und 2016 ein Minus von 7,7 % bei der Neuzulassung. Nur die Hybride profitierten und legten um 42,7 % zu.

"Dies zeugt jedoch von einem geringen Vertrauen der Verbraucher in die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge", erklärt Diercks. Von der bundesweiten Verfügbarkeit von Autogas an 7000 Tankstellen sei die Elektro-Infrastruktur noch weit entfernt. Hybridfahrzeuge aber, die in der Praxis meist auf Benzin angewiesen blieben, seien kein Fortschritt in Sachen Klimaschutz und Luftreinhaltung, so das Fazit von Diercks.

www.dvfg.de

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