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Berliner Dieselgipfel greift zu kurz

19.01.18 - 09:57 Uhr
„Politische Vorgaben zur Vermeidung von Fahrverboten dienen zurzeit primär der Förderung der E-Mobilität“, sagt Uwe Thomsen, Geschäftsführer der Propan Rheingas GmbH & Co. KG, beim dritten Berliner Dieselgipfel, zu dem der regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller (SPD), Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden am Donnerstag, 18. Januar, eingeladen hatte. Dabei sollte die Technologie, mit der zum Beispiel dieselgetriebene Fahrzeuge ersetzt werden, offen sein, um die Schadstoffemissionen sowohl schnell als auch dauerhaft verringern zu können, betonte Thomsen bei der Diskussion.

Uwe Thomsen setzt sich vehement für eine schnelle, machbare und bezahlbare Energiewende ein und findet dabei auch Zustimmung von Politikern.

„In den nächsten Jahren wird es viele technische Entwicklungen geben. Vielleicht ist der Antrieb der Zukunft noch gar nicht gefunden. Die starke Fokussierung auf eine Elektrifizierung bremst andere Techniken aus“, so Uwe Thomsen. Eine wichtige Entwicklung werde sicherlich die synthetische Herstellung von Kraftstoffen zum Beispiel über Power to Gas oder Power to Liquid sein. Thomsen fordert daher seit langem, dass die Diskussionen und die politischen Entscheidungen für alle Alternativen offen sein müssen, anstatt sich einseitig auf die E-Mobilität als „heiligen Gral“ der Schadstoffreduktion zu fokussieren.

Uwe Thomsen setzt sich vehement für eine schnelle, machbare und bezahlbare Energiewende ein und findet dabei auch Zustimmung von Politikern. „Wir brauchen einen überzeugenden ganzheitlichen Ansatz, um greifbare Verbesserungen für die Menschen, für besonders belastete Stadtquartiere und für eine zukunftsgerechte Mobilität zu erreichen“, sagt auch Klaus Voussem, verkehrspolitischer Sprecher CDU in Nordrhein-Westfalen.

 „Es gibt schon jetzt Lösungen, die die Konzentrationen von Feinstaub und Stickoxyden in Ballungsräumen deutlich reduzieren, ohne dass Mobilität und Versorgung zusammenbrechen müssen“, so Thomsen. Die LPG-Technologie in Kraftfahrzeugen zum Beispiel sei ausgereift, bewährt und emissionsarm, zudem sei das Tankstellennetz mit mehr als 7.000 Stationen flächendeckend in Deutschland. In Berlin alleine stehen über 130 LPG-Tankstellen zur Verfügung. Daher sei es wichtig und richtig, dass der Senat prüft, wie die Einbeziehung von gasgetriebenen Fahrzeugen in das Förderspektrum als Zwischenlösung sinnvoll sein kann.

Gegenwärtig sind in Berlin rund 14.000 LPG-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Würde die Zahl der LPG-Fahrzeuge im Individualverkehr sowie im Güter- und Landwirtschaftsverkehr ansteigen, ließen sich weitere CO2- und Schadstoff-emissionen im Verkehrssektor einsparen und sogar Fahrverbote vermeiden.


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